Bei Gott zuhause

9. Oktober 2020

Vor einigen Tagen krabbelte mein 4-jähriger Sohn auf mein Bett und erzählte mir, dass er von seinem Kindergarten aus „bei Gott zuhause“ war und hätte „Gott dort gesehen“. Ich bin gleich darauf gekommen, dass er von einer Kirche spricht, die er mit seiner Gruppe bei uns im Dorf besucht hat, und versuchte, ihm zu erklären wo Gott in der Wirklichkeit wohnt.

Weißt Du wo Gott wohnt? „Na klar, im Himmel!“ – würdest Du sagen. Aber wirklich nur dort? Und wo ist überhaupt der Himmel? Hast Du Dich mit diesen Fragen schon beschäftigt? Nun, der Himmel ist eigentlich dort, wo Gott wohnt. Und wo wohnt Er? Richtig! In den Herzen Seiner Kinder, die Ihn auf dieser Erde präsentieren. Wenn Du es aber nicht wusstest oder nicht erkannt hast, musst Du Dein Herz prüfen, ob es mit Gott verbunden ist oder nicht.

Wenn Gott aber in Dir tatsächlich „zuhause“ ist, dann will Er dort nicht einfach stillsitzen und nichts tun. Wenn ein Schöpfer in Deinem irdischen Haus wohnen würde, dann würde Er bestimmt viel für Dich erschaffen wollen. Eigentlich logisch, oder? Doch für mich ist immer die Frage, warum wir Gott in unserem Herzen nicht die Freiheit geben, schöpferisch zu wirken? Als Antwort kann ich vorschlagen: Weil wir es uns gar nicht vorstellen können, was Er kann und weil uns der Glaube an Seine Allmacht fehlt.

Oft lassen wir in unserem Herzen Dinge drin, die Gott den Platz rauben. Da müssen wir Ihm doch erlauben, eine ordentliche „Hausreinigung“ durchzuführen und alles zu beseitigen, was Ihn in unserem Leben einschränkt. Er würde sowas nicht mit Gewalt machen, weil Er uns den freien Willen gab. So hängt es zum größten Teil von uns ab, ob unser Herz sauber oder voll mit allen möglichen Müll ist. Aber wir wollen doch, dass Gott sich in uns, in Seinem Zuhause, wohlfühlt. Oder?

Hilft Gott nicht immer?

2. Oktober 2020

Neulich beschwerte sich ein Christ bei Facebook, dass Gott ihm nicht mehr helfen will. Er bat Ihn schon so oft um Hilfe und es kommt nichts.
Nun, ist unser Gott wirklich nicht bereit uns zu helfen, wenn wir Seine Hilfe dringend brauchen?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nicht stimmt. Gott weiß bloß besser wo und wann wir Seine Hilfe wirklich benötigen. So lässt uns auch mal vor einem Problem stehen, das wir selbst lösen sollten. Da müsste man sich vielleicht ein wenig anstrengen oder sich Gedanken machen, aber sofort in Panik geraten und herumjammern, dass Gott nicht hilft, bringt meistens gar nichts.

Meine Kinder schreien auch oft: „Papa, hilf mir…“ Und sie tun es oft, nicht weil sie dringend mein Eingreifen brauchen, sondern weil sie gern möchten, dass ich ihr Problem löse und sie sich einfach bequem machen können. Deswegen sage ich ihnen oft, dass sie ihr Problem auch selbst lösen können, ohne dass sie mich dafür brauchen.
Mir ist leider aufgefallen, dass die neue Generation schlecht mit Problemen umgehen kann, weil sie sich nicht mehr anstrengen und nicht mehr denken wollen.

Gott hat uns aber die Fähigkeiten und das Gehirn gegeben, damit wir in der Lage sind, alles zu überwinden. Und wenn wir wirklich an unsere Grenzen kommen oder nach langem Überlegen und Versuchen unser Problem nicht lösen können, dann kann Er eingreifen und uns helfen. Dafür brauchen wir den Glauben und das Vertrauen zu Ihm. Aber Gott glaubt auch an uns und an die Fähigkeiten, die Er uns geschenkt hat. Im Hintergrund bleibt Er ja immer da! Er lässt uns niemals allein, auch wenn wir viele Dinge selbst lösen können. Dafür können wir Ihm hinterher auch die Ehre geben, denn ohne das Leben und ohne Seinen Geist in uns, wären wir zu nichts fähig.

Braucht man Glauben, um zu geben?

25. September 2020

Gott hat viele wunderbare geistliche Gesetze erschaffen, die oft auch ohne direkte Beziehung zu Ihm funktionieren. Eins von diesen Gesetzen ist das Gesetz des Gebens. Wer gibt, dem wird gegeben werden. So sagt das Wort Gottes und so passiert es tatsächlich.
Mein Schwiegervater zum Beispiel, der Jesus persönlich nicht kennt, hat immer gern gegeben. Manchmal Geld, manchmal was anderes. So erlebte er auch, dass er vielfach zurückbekommt. Er bekam schon paar Mal die Rentenerhöhung und fand immer wieder Geld auf der Straße. Ich habe gestaunt, dass er dabei immer sagte: „Gott hat es mir geschickt!“
Na, wenn Gott jemanden segnet, der ihn gar nicht persönlich kennt, um wie viel mehr würde Er Seine Kinder segnen, wenn sie mit Freude geben würden.

Und da wären wir schon wieder bei dem Problem, das vielen Christen das Leben schwer macht: Unglaube! Ja, ich brauche beim Geben den Glauben, dass mir das den Segen bringt. Als die alte Witwe ihre paar Groschen geopfert hat, meinte Jesus, dass sie mehr gegeben hat, als alle anderen. Weil sie den Glauben hatte, dass Gott sie nicht im Stich lassen würde und gut für sie sorgen wird. Wenn ich beim Geben aber Angst habe, dass ich danach dann weniger haben werde oder sogar in die Not gerate, dann habe ich keinen Glauben.
Interessant ist, dass manche Christen ihr Geld in die Lotto-Scheine investieren und erwarten, dass Gott die Lotto-Zahlen so bewegt, dass sie gewinnen. Meistens haben sie hinterher noch weniger als sie hatten. Wer aber sein Geld, seine Zeit und seine Energie in das Reich Gottes investiert, der wird sich über keinen Mangel beklagen müssen.
Glaubst Du, dass Gott sich um Dich kümmern wird, auch wenn Du Ihm alles gibst oder hast Du Angst, dass Dir etwas fehlen könnte?
Wenn Du ohne Glauben gibst, dann wundere Dich nicht, dass Du hinterher noch weniger hast. Glauben lohnt sich!

Der gute Kampf des Glaubens

18. September 2020

Paulus schrieb seinem jungen Freund dem Timotheus, dass der einen guten Kampf des Glaubens kämpfen sollte. Doch was ist das? Was versteht man unter gutem Kampf des Glaubens?
Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte und Gewalten der finsteren Welt. Dafür brauchen wir den Glauben. Denn wenn ich einem Dämon befehlen würde zu verschwinden und gar nicht daran glaube, dass die dafür die Vollmacht von Gott habe, dann wird mich diese Dämon auslachen. Ähnlicher Fall wird auch im Neuen Testament beschrieben.
Doch beim Kampf des Glaubens geht’s nicht nur darum, die Dämonen auszutreiben, sondern auch im Alltag festzustehen, auch wenn die Umstände sogar katastrophal sind. Die neue Generation wird von der Gesellschaft so erzogen, dass sie nicht kämpfen müssen. Wettbewerb wird in der Schule ausgeschlossen, weil alle „gleich“ sein müssen. Dieser humanistischer Schwachsinn hat sich im Westen auch in christlichen Kreisen verbreitet. Gott will nicht, dass wir alle gleich sind und er hat nicht für jeden den gleichen Plan.

Neulich erlebte, wie zwei junge Männer in ihrem Versuch, ein Start-up zu gründen, gescheitert sind. Jetzt sind sie ratlos, wissen nicht wie es weiter geht und die depressive Stimmung macht sich breit. Wir mussten ihnen Mut machen, zu kämpfen, Gott zu fragen, was Sein Plan ist. Hätte Jesus vor Seiner Kreuzigung schnell aufgegeben und Sein Erlösungswerk für uns nicht erkämpft, dann wären wir alle verloren.
Selbst wenn Jesus sagte, dass man dem Schläger seine zweite Backe bieten soll, meinte damit nicht, dass wir aufgeben und nicht kämpfen sollten. Damit wollte Er nur deutlich machen, dass wir andere Waffen haben, um gegen den Feind zu kämpfen.
Ja, im Leben läuft nicht alles nach unserem Plan und unsere Träume können viele Jahre unerfüllt bleiben, aber an Aufgeben sollten wir niemals denken. Wir haben Gott an unserer Seite und Er gibt uns den nötigen Glauben und die Kraft zu kämpfen und weiter zu gehen.

Nur die Angst kann den Glauben stoppen. Wir sollten aber keine Angst vor neuen Erfahrungen und neuen Lebensabschnitten haben. Wenn wir unsere Komfortzone verlassen, erwartet uns im Reich Gottes nur Segen, auch wenn der Weg zu ihm oft sehr schmal ist.

Ist wirklich alles so schlimm?

4. September 2020

Wir leben in einer Welt, in der uns viele schlimme Dinge widerfahren werden können. Ob Krankheit, Unfall, Pleite, Trennung oder noch irgendwas; all das versucht, uns oft die letzte Hoffnung zu nehmen, die wir noch haben. Viele Fragen Gott auch oft: „Warum lässt Du das zu?“ Doch meistens klärt sich diese Frage einige Zeit später von allein, weil Gott in unserem Leben nichts zulässt, was absolut sinnlos sein könnte.

Als ich mit meiner Chefin zusammen betete, dankte ich Gott oft für all die schlimmen Dinge, die wir erleben mussten. Da sie selbst auch viel Schlimmes erlebt hat, fand sie mein Gebet zuerst komisch. Doch jetzt kann sie Gott auch selbst dafür danken, weil sie immer mehr dadurch erfährt, wie Gott all die schlimmen Erfahrungen zu Ihrem Besten umwandelt und Ihr Ihre Verluste erstattet.
Hätte Gott nur einige bösen Erfahrungen mir erspart, dann wäre die Geschichte, die Er mit mir schreibt, unvollkommen. So wie ein Märchen langweilig klingen würde, wenn da nichts Böses dabei sein würde, was besiegt werden müsste. Unser Leben mit Gott ist aber viel schöner als ein Märchen, selbst wenn der Teufel wie böser Wolf immer versucht uns zu verschlingen. Als Kinder Gottes können wir eigentlich nur darüber lachen. Vorausgesetzt, wir vertrauen unserem Gott und ertragen alles im Glauben, dass Er daraus etwas Besonderes macht.
Wäre in meinem Leben alles glatt und reibungslos verlaufen, wäre das sehr langweilig. Ich hätte vielleicht sogar keine Lust mehr, so weiterzuleben. Darum danke ich Gott auch für die schlimmen Zeiten meines Lebens, weil sie mir nur zum Besten dienen.
Ich rate jedem, der in der schwierigen Phase steckt, davon ab, zu klagen und zu jammern. Denn darauf wartet nur der Teufel, um alles noch schlimmer zu machen. Wichtig dabei ist, Gott zu danken, dass Er trotzt, der bösen Umstände da ist und dass Er das Beste daraus macht. So wird’s dann auch sein.

Was man sonst noch hat

28. August 2020

Viele Menschen jammern und klagen, weil es ihnen immer wieder etwas fehlt. Manchen fehlt das Geld, manchen an Aufmerksamkeit oder Liebe… Und so versuchen sie ihr Bedarf irgendwie zu stillen. So fangen sie an, zu stehlen, sich zu prostituieren oder andere verkehrte Dinge zu machen, von denen sie versuchen die Befriedigung ihres Mangels zu bekommen. Trotzdem bleiben die meisten weiterhin arm und armselig, weil nichts ihr Mangel stillen kann.
Als Gott den Menschen erschaffen hat, hat Er ihm alles gegeben, was es auf der Erde gab, sodass es ihm an nichts gemangelt hat. Erst durch die Sünde verlor der Mensch alles, weil der Teufel ihm alles geraubt hat.

Als Kind Gottes bekomme ich alles, was der Feind mir gestohlen hat wieder zurück, weil meine Beziehung zu Gott, der ja alles besitzt und dem alle Mächte untertan sind, durch Jesus wieder aufgebaut wurde. Jetzt liegt es an mir, ob ich von dem Besitz Gottes etwas nehme oder nicht.
In der Geschichte vom verlorenen Sohn gibt es zwei Brüder. Einer hat sein Erbe verschwendet und kam mit nichts zurück zum Vater, wie auch die meisten Sünder, die zu Gott kommen. Und der zweite Bruder lebte immer mit seinem Vater und durfte von seinem Reichtum immer für sich etwas nehmen. Das tat lange Zeit nicht und beschwerte sich dann bei ihm, dass er nicht mal mit seinen Freunden feiern könnte. Der Vater meinte aber: „Was meins ist, ist auch deins! Du hättest Dir alles nehmen können.“ So sind auch viele Christen, die ihr Leben lang Gott mit Fleiß dienen, um irgendwann im Himmel eine fette Feier zu haben, anstatt jetzt schon von Ihm zu nehmen, was sie brauchen, weil es auch ihnen gehört.

Nun, um etwas vom Vater zu nehmen, den man nicht sieht, braucht man Glauben und Mut. Den geben uns Gottes Verheißungen, die wir in Anspruch nehmen dürfen. Gott verspricht uns nicht, was Er uns nicht geben kann. Warum denn noch zweifeln, wenn wir als Königskinder die Erben sind und alles, was unserem Vater gehört, auch uns gehört.

Bin ich Glaub-würdig?

21. August 2020

Echte Nachfolger Christi haben oft das Problem, dass sie als verrückt oder sogar fanatisch eingestuft werden, weshalb man ihnen auch nicht glauben will. Diese Vorwürfe habe ich früher besonders oft bekommen, weil der Glaube in dem ich lebe für mich nicht bloß eine Nebentätigkeit ist. So leben viele Menschen ihr sündiges Leben und gehen einmal im Monat oder im Jahr in die Kirche, um zu beichten, dann wars das wieder mit dem Glauben bis zum nächsten Kirchenbesuch. Nur solche Menschen haben das Problem, dass sie nichts über den Glauben zu berichten haben, der etwas in ihrem Leben bewirkt.
Nun, was soll ich als Kind Gottes tun, damit man mir glaubt, wenn ich von Jesus bezeuge? Ich mache es seit Jahren so, dass ich meine Gespräche mit Menschen zuerst über die Themen führe, die sie selbst interessieren. Das können irgendwelche Alltagsprobleme sein, wie „kein Kindergartenplatz bekommen!“ oder „mein Auto macht komische Geräusche!“ und so weiter. Dann versuche ich herauszufinden, wo es meinem Gesprächspartner am meisten schmerzt und überlege, was ich damit für Erfahrungen gemacht habe oder was ich Ähnliches erlebt habe, wobei Gott mir geholfen hat. Dann kann ich erst meine Zeugnisse los werden. So stürme ich niemanden mehr mit den Zitaten aus der Bibel, von denen ich tatsächlich überzeugt bin, sondern bezeuge anhand meiner Erfahrungen, dass Gott wirklich real ist. So komme ich immer wenigen Menschen wie ein unglaubwürdiger Fanatiker vor.
Man wirkt nicht Glaub-würdig, wenn man sich abgehoben fromm verhält oder sich für besser hält, weil man gläubig ist. Nur wer authentisch ist und seine Frömmigkeit mehr im Verborgenen ausübt, dann sind die Menschen eher bereit, zu zuhören. Viel reden sollte man aber nicht, aber ein Gebet anzubieten, passt immer. So kann Gott durch unser Gebet anfangen im Leben unserer Gesprächspartner zu wirken, ohne dass wir ihnen viel erzählen müssten.

Geschenk des Lebens

Wenn man als Kind etwas bekommen hat, was man sich schon lange gewünscht hat, dann fühlte es sich so an, als wäre das ein „Geschenk des Lebens“, also etwas, was man nicht so oft bekommt.
Solche Geschenke verlieren zwar mit der Zeit an Bedeutung und sind nicht mehr so interessant, weil man sich auch weiterentwickelt oder das Geschenk geht kaputt, aber der Schenker bleibt meistens immer in Erinnerung, weil er mit seinem Geschenk eine große Freude ausgelöst hat.
So ähnlich ist es auch mit dem Geschenk des Lebens, das wir von Gott bekommen haben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie groß meine Freude an dem Tag war, als der Geist Gottes mich erfüllt hat. So eine Freude habe ich noch nie im Leben erfahren. Ich wollte auch bei jedem angeben, was für ein „cooles Geschenk“ mit Gott geschenkt hat. Da ich das Geschenk immer noch habe, kann ich Gott immer noch dafür danken und preisen, aber auch immer wieder darüber erzählen.
Meine Kinder haben Überfluss an geschenkten Spielsachen, von denen die meisten irgendwo in der Wohnung verteilt liegen und nicht mehr beachtet werden. Ich musste aber in meiner Kindheit sehr sorgfältig mit meinen Spielsachen umgehen, weil es nicht viele waren. Deswegen waren sie für mich auch sehr wertvoll. Das Geschenk Gottes ist für mich auch sehr wertvoll! Auch wenn man im Leben auch von anderen Menschen beschenkt wird und in die Versuchung kommen kann, Gottes Geschenk zu vernachlässigen, will ich es auf jeden Fall für immer bei mir behalten.
Nun, das Geschenk Gottes ist fürs Auge nicht sichtbar, deswegen wird es im Glauben empfangen und im Glauben behalten. Wenn man den Glauben aufgibt, dann schmeißt man auch das Geschenk weg. Wer aber im Glauben lebt, der ist für immer und ewig beschenkt und kann sogar andere beschenken. Ist das nicht wunderbar?
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Freude, die von Innen kommt

17. Juli 2020

Als ich 1993 nach Deutschland kam und zwei Jahre später in einer Gemeinde „Es ist Freude, die von Innen kommt! Freude, die mir niemand nimmt! Herr Du machst mein Leben hell mit dem Licht Deiner Liebe!“ im Lobpreis mitgesungen habe, wunderte ich mich, dass die Gesichter der Geschwister nicht besonders fröhlich ausgesehen haben. Beim Kaffee-Trinken nach dem Gottesdienst haben sich viele über ihre Nöte beklagt, mit denen sie gerade zu kämpfen haben und tauschte ihre Gebetsanliegen aus. Das könnte natürlich der Grund der fehlenden Freude sein, aber das ist auch ein Zeichen des fehlenden Glaubens.
Was hat der Glaube mit der Freude zu tun? Nun, es kommt natürlich darauf an, was und wem man glaubt. Wenn man einer Wahrsagerin glaubt, die sagt, dass man nächste Woche von einem Auto überfahren wird, dann wird man eher traurig. Wenn man aber Jesus glaubt, der sagt: „Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“, dann sollte man sich irgendwie glücklich schätzen und sich freuen können.
Der größten Feinde der Freude Gott in unseren Herzen sind Ängste und Sorgen. Wer in Angst und Sorge lebt, kann Gott nicht vertrauen und deswegen fehlt ihm auch jegliche Freude. Wer aber im Glauben lebt, dass Gott nichts Böses in Seinem Leben zulassen kann, der kanns sich sogar in der Not freuen. Ich weiß das, weil ich das erfahren habe. Ich habe viele Nöte hinter mir, aber sie alle dienen zu meinem Besten.
Als Jesus den Jüngern sagte, dass sie sich freuen sollten, wenn sie verfolgt werden, klingt das so, als würde Er scherzen. Wie kann man sich freuen, wenn einem Schmerzen hinzugefügt werden? Da würde Jesus vielleicht so beantworten: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“. Im Glauben ist man in der Lage, sich zu freuen, selbst wenn die Umstände bedrückend sind, weil man sicher sein kann, dass Gott garantiert die Lösung schenken wird.
Lebe im Glauben, lebe in Freude, lebe mit Gott!

Die Not, die glauben lässt

Wenn man eine Umfrage unter Christen machen würde, um herauszufinden, wie sie zum Glauben kamen, dann würde die Mehrheit von ihnen bezeugen, dass es durch die Not passiert ist. Manche rufen zu Gott, wenn sie unheilbare oder schwere Krankheit, manche wenn sie finanzielle oder seelische Not haben. Doch warum muss der Mensch erst soweit kommen lassen, um zu Gott zu rufen?
Meistens ist der Stolz des Menschen daran schuld. Solange man voller körperlicher und seelischer Kraft ist, braucht man Gott nicht unbedingt, weil man „alles“ selbst schaffen kann. Zumindest denken so die meisten. Nur eine Krise oder eine Not lässt den Menschen an seiner „Allmacht“ zweifeln. Dann merken sie nämlich, dass nichts in ihrem Leben ewig ist und bekommen die Sehnsucht nach ewigen, immer haltbaren Werten, die ihnen das Leben ohne Gott nicht bieten kann.
Als ich zum Glauben kam und Gott gebeten habe, mir starken Glauben zu geben, ließ Er mich auch durch viele Nöte und Krisen gehen, die dazu gedient haben, dass ich immer mit Gott im Kontakt bleiben musste, um alles zu überwinden und stark im Glauben zu werden. Manchmal habe ich auch gedacht: „Ach, Herr, dieses Problem wäre doch nicht notwendig!“, aber später merkte ich dass es mir auch zum Besten dient.
Wir haben zum Beispiel mit unserer Tochter in 4 Jahren Grundschule viele Problemen gehabt, weswegen sie insgesamt 4 verschiedene Schulen besuchen musste. Eigentlich hätte Gott gleich die evangelische Schule uns für die erste Klasse zusagen können und wir hätten überhaupt kein Problem. Aber als ich mit meiner Coacherin neulich ein Gespräch hatte, erzählte sie mir von ähnlichen Problemen mit ihrem Sohn. Da hatte sie einen Gesprächspartner, der sie verstehen konnte. Meine Zeugnisse haben sie dann sogar zum Weinen gebracht, weil sie auch durch viele Nöte gehen musste, aber ohne Gott. Nun bin ich sicher, dass der ganze Stress mit den Schulen allein schon für dieses Gespräch nötig war, um einen Menschen zum Glauben zu führen.
Also, mein Fazit ist, dass Gott die Not als Werkzeug unseres Glaubenswachstums gebraucht, um später auch unsere Erfahrung Seines Wirkens vor anderen zu bezeugen.