Was sind Deine Glaubenssätze?

Wenn man sich in der Coaching- und Motivationstrainer-Branche umschaut, hört man das Wort „Glaubenssätze“ ziemlich oft in der Verbindung mit Erfolg und Reichtum. Wenn man an das Erfolg glaubt und seinen Glauben täglich ausspricht, dann ist das Erfolg garantiert. Zumindest behaupten das viele Motivationstrainer. Nun, ganz unrecht haben sie dabei nicht. Denn der Glaube an sich ist funktioniert überall. Wenn man z.B. zu einer Wahrsagerin geht und ihren Prophezeiungen glaubt, erfüllen sie sich nur deswegen, weil der Mensch daran glaubt, und nicht, weil sie die Zukunft kennt.

Gott kennt aber meine Zukunft und Ihm kann ich Glauben und Sein Wort zu meinen Glaubenssätzen machen. So war jahrelang mein Glaubenssatz: „Durch Jesu Wunden bin ich geheilt!“ Ich war krank, glaubte aber, dass Jesus für mich die Heilung schon vollbracht hat. 10 Jahre später wurde ich tatsächlich geheilt.
Also, wenn man die Glaubenssätze als Zauberformel verwenden will, um sofort ein Wunder zu erfahren, klappt das meistens nicht. Da muss man sie oft sogar jahrelang aussprechen, bis der Glaube seine Wirkung zeigt. Deswegen braucht man viel Geduld, die mit der Zeit wächst, in der man auf Gottes Lösungen warten muss.
Wenn ein kranker Mensch vor anderen Menschen sagt, dass er durch Jesu Wunden geheilt ist, klingt das für Ungläubige ziemlich bescheuert, besonders wenn die Krankheit äußerlich sichtbar ist. Aber Glaube ist ja, von etwas sicher zu sein, was man nicht sieht.
Man kann auch negative Glaubenssätze immer wieder aussprechen, wie „Ach, ich bin so krank!“, „Ach, ich habe großes Problem und kann’s nicht lösen!“ usw. Im Volksmund nennt man das Jammern.
Du musst aber die Glaubenssätze aussprechen, die Dein Leben verändern können. Nimm dafür aber nicht die Zitate irgendwelcher Motivationstrainer, sondern das Wort Gottes als Grundlage. Gott steht immer zu Seinem Wort! Wenn wir Sein Wort aussprechen, hat es dann eine schöpferische Kraft, die sogar Wunder bewirken kann.

Der Werbung glauben und Gott nicht?

Die ganze Werbeindustrie ist nur darauf bedacht, uns etwas zu verkaufen. Ihre Aufgabe ist, Menschen zu überzeugen, dass sie etwas brauchen, was sie noch nicht haben, damit sie es sich besorgen. Interessant dabei ist, dass die Menschen der Werbung glauben und oft Dinge kaufen, die sie eigentlich nicht wirklich brauchen. Warum die gleichen Menschen so ein großes Problem haben, jemandem zu Glauben, der ihnen das Evangelium verkündigt, ist mir ein großes Rätsel. Der Evangelist macht ja auch Werbung für ein „Produkt“, das man sogar umsonst bekommen kann. Warum will es niemand?
Nun, wenn man jemandem was schenkt, dann fühlt sich der Beschenkte meistens schuldig, etwas dafür zurückgeben zu müssen. Meistens reicht schon ein Dankeschön, doch für viele ist es zu wenig. Wenn man also das Evangelium umsonst anbietet, will sich niemand schuldig fühlen, etwas dafür tun zu müssen, bis man ihnen erklärt, dass Jesus keine Leistung dafür von uns braucht und dass Er mit einem herzlichen Dankeschön zufrieden wäre. Jesus sagte auch seinen Jüngern: „Umsonst habt ihr’s bekommen, umsonst gebt auch weiter!“ Dass Gottes Gnade umsonst, aber nicht billig oder schlecht ist, können nur unsere Zeugnisse am besten überzeugen.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich früher öfter falschen Versprechen aus der Werbung geglaubt habe und das kostete mir einiges an Taschengeld. Das zerstörte auch mein Vertrauen zu der Werbung, weil man da leicht betrogen und manipuliert werden kann. Bei Gott ist es anders. Je mehr ich Seinem Wort glaubte, desto stärker wurde auch mein Vertrauen zu Ihm, weil Er Sein Wort immer gehalten hat und alles erfüllte, was Er mir versprach.
Seit vielen Jahren schon mache ich „Werbung“ für Gott. Doch das funktioniert ein wenig anders, nicht wie bei der Werbung der neuen Spagetti-Sousse, bei der die Schauspieler zwar schmatzen und genussvoll „Lecka!“ rufen, doch den Geschmack kann man als Zuschauer nicht spüren. Wenn ich aber Werbung für Gott mache, kommt der Empfänger des Evangeliums sofort in den Genuss des lebendigen Gottes.
Warum viele Menschen unserer „Werbung“ des Evangeliums nicht glauben? Weil wir sie ihnen „unprofessionell“ präsentieren. Wenn ich einem Ungläubigen erzähle, was er alles nicht darf, wenn er zum Glauben kommt, dann war das eine Schlechte „Werbung“.     Wenn eine Spagetti-Sousse angeworben wird, wird in der Werbung auch nicht erzählt, dass man bei Unverträglichkeit davon Durchfall kriegen könnte.
Wie gesagt, die beste Werbung für unseren Glauben und für das Evangelium, sind unsere Zeugnisse. Je mehr man davon hat, desto überzeugender ist unsere „Werbung“.

 

Glaube kommt vom Hören!

19. Juni 2020

Der Glaube an Gott kommt vom Hören der Predigt bzw. des Wortes Gottes. So behauptet der Paulus im Römerbrief. Aber wo kommt der Glaube an alles andere? Richtig! Auch vom Hören. Wenn man z. B. ein Vortrag besucht, bei dem der Referent erzählt, dass das Leben auf dem Dach des Hauses jeden glücklich machen kann, und seine Zuhörer anfangen, seinen Worten zu glauben, dann kann es schon möglich sein, dass sie sich oben auf dem Dach sogar beim Regen glücklich fühlen werden, weil sie daran glaubten. Auch wenn der Onkel Doktor sagt, dass ein homöopathisches Kügelchen die Symptome einer Krankheit heilt, passiert das tatsächlich nur, weil man daran glaubt, was der Doktor oder die Werbung sagt.
So haben auch viele Motivationstrainer den Glauben für sich entdeckt und motivieren ihre Kunden, an sich selbst und an das Erreichen ihrer Ziele zu glauben. Dass sie dann auch viel positives Feedback bekommen, ist dem Glauben geschuldet, den sie in ihren Kunden durch ihre Worte aufgebaut haben. Aus reiner Neugier besuchte ich mal einen europabekannten Motivationstrainer in München und habe es live gesehen und gehört, wie oft die Worte „Glaube“ und „Glaubenssätze“ gefallen sind. Und das war keine christliche Versammlung. Menschen haben bei diesem Event auch bezeugt, dass sie durch Glauben an sich selbst, an ihre Ziele und manche sogar an Gott, einiges im Leben erreicht haben. So hatte ich das Gefühl, dass die „Ungläubigen“ mehr glauben haben, als manche Christen, die viel seltener das Wort „Glaube“ in Bezug auf ihren persönlichen Alltag hören. Es wird oft viel zu allgemein über den Glauben gepredigt und gesprochen, weil es wenige geworden sind, die jeden Tag im Glauben leben. Vom theoretischen Glauben hört man von der Kanzel ganz oft, aber der Glaube wächst eher, wenn man Zeugnisse hört, in denen es bezeugt wird, was der Glaube in der Tat bewirkt.
Nun, damit man mehr davon hört, dürfen diejenigen, die den Glauben in Aktion erleben, nicht schweigen. Mach Dein Mund auf, wenn Du etwas im Glauben an Gott und Sein Wort erfahren hast, damit der Glaube auch bei den anderen wachsen kann.

Hochsicherheit oder doch ein Risiko?

Sicherheit ist etwas, was jeder Mensch für sich beansprucht. Jeder will in Sicherheit leben, ohne dass er vom Krieg, von der Armut, von der Krankheit oder anderem Übel bedroht ist. Deswegen bauen sich Menschen feste Gebäude, die sie verschließen können, sparen sich viel Geld ein und lassen sich regelmäßig beim Arzt untersuchen. Eigentlich ist das alles nicht verkehrt, nur eine vollkommene Sicherheit wird ihnen das auch nicht garantieren. Schon im Alten Testament kann man nachlesen, wie Gott in einem Augenblick die ganzen Königreiche vernichtet hat, weil sie sich gegen Ihn gestellt haben. Da haben ihnen sogar ihre zu der Zeit hochentwickelte Technologien für Wohlstand und Sicherheit nichts gebracht.
Zum Israel sagte Gott: Darum haltet meine Satzungen und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie; so sollt ihr sicher wohnen in eurem Land! Also, Er hat ihnen ein sicheres Leben zugesagt, wenn sie sich an Seine Spielregeln halten. Nur ein Leben ohne Gott könnte für sie zur Bedrohung werden, was auch hin und wieder passiert ist, als sie sich von Ihm abgewandt haben.
Wir leben in einer total unsicheren Welt, die für immer mehr Verwirrung und Angst unter den Erdbewohner sorgt. Wie glücklich kann ich mich dabei schätzen, weil ich als Kind Gottes meine Sicherheit im Herrn genießen darf. Das macht mir auch Mut, etwas zu riskieren, also Schritte im Glauben zu tun, bei denen ich eigentlich nicht weiß, wie es weiter geht, aber total sicher sein kann, dass mein Gott mich zur Not auch auffängt, falls ich in den Abgrund fallen sollte.
Lass Deine menschliche Sicherheit links liegen und habe Mut, Schritte im Glauben  zu tun, die zwar mit Risiko verbunden sind, aber dafür Dich in Deiner geistlichen Entwicklung viel weiter bringen.
Als ich 1996 auf einen Berg geklettert bin, obwohl ich Epilepsie hatte, war mir meine Sicherheit nicht so wichtig. Gott hat mir aber gezeigt, dass Er meine Sicherheit ist, als ich nach dem Anfall auf beiden Beinen oben auf dem Berg stand und nicht tot im Tal lag.  Hätte ich damals nicht den Mut, diesen „unsicheren“ Schritt zu machen, hätte Gottes Sicherheit in so einer krasser Form nicht erlebt.

PS: Noch mehr von meinen wunderbaren Erfahrungen mit Gott berichte ich in meinem Vortrag:

Weiß Du eigentlich, wie schön Du bist?

Was? Ich und schön? Mein kleiner Sohn würde jetzt vielleicht sagen: „Ich bin doch kein Mädchen, um schön zu sein!“ Und ja, die Schönheit ist für uns Männer eher zweitrangig. Das merke ich auch bei mir selbst. Wenn meine Frau nicht darauf achten würde, dass meine Augenbrauen zu lang wachsen, würde es mich selbst nicht besonders stören. Und trotzdem spielt Schönheit für mich eine große Rolle. Ich genieße die Schönheit in der Natur, ich habe eine schöne Frau, ich fotografiere gern schöne Dinge…  Also, ist die Schönheit etwas, was von Gott kommt.

Jetzt denkst Du vielleicht: „Ich bin aber total hässlich! Niemand mag mich! Niemand braucht mich!“
Aber wirklich Recht hast Du nicht. Selbst wenn Deine Nase krumm ist und Dein Kinn oder Deine Ohren zu lang, für Gott bist Du einfach wunderschön.
Was hat nun die Schönheit mit dem Glauben zu tun? Ganz viel! Man ist ja selbst nur so schön, wie man’s glaubt. Glaubst Du denen, die Dich hässlich finden, dann bist Du auch für Dich selbst hässlich. Glaubst Du aber Gott, der Dich wunderschön findet, dann wirst Du auch wunderschön sein und Dich auch so fühlen.
Ich hatte nie Problem mit äußerlichen Unschönheiten an meinem Körper, aber ich fühlte mich viele Jahre hässlich von innen, weil viele mich nicht wertgeschätzt haben. Aber, als Gott mir immer wieder zeigte, dass ich Sein Schatz bin, dann fühlte ich mich immer schöner auch tief in meinem Herzen.
Ich kann die Schönheit heute mit meinen Fotos, meinen Gedichten oder mit anderen Worten weitergeben, weil ich mich auch innerlich schön fühle. Seit einiger Zeit höre ich nur auf Gottes Meinung über mich, weil nur Er mich wirklich von Innen kennt.
Wenn Du Dich heute im Spiegel anschaust, dann sag es doch Dir selbst: „Du bist wunderschön gemacht!“ Dann ziehe eine schöne Kleidung an, auch wenn Du heute ganzen Tag zuhause bist, und danke Gott für all das Schöne, was Er in Deinem Leben getan hat.

Ohne Glauben geht nichts!

Eigentlich gibt es keinen Menschen, der ohne Glauben leben kann. Denn jeder hat einen gewissen Glauben in sich, der ihn antreibt. Wenn ich z.B. am morgen in der früh aus dem Bett aussteige, dann glaube ich, dass meine Beine mich tragen werden und stelle mich auf sie. Sonst würde ich mein Leben lang im Bett liegen bleiben. Das kann wiederum durch Angst passieren. Wenn ich aufwache und Angst habe, dass meine Beine versagen werden und deswegen lieber im Bett bleibe, dann ist das auch Glaube, aber ein negativer.
Viele bleiben zu Hause sitzen und trauen sich nach draußen nicht, weil sie Angst haben, von einem Virus infiziert zu werden. Doch die meisten, die diese Angst haben, werden sogar zu Hause infiziert, weil sie daran glauben.
Ich habe von vielen Christen gehört, dass Gott ihren Glauben angeblich enttäuscht hätte, weil sie von Ihm nicht bekommen haben, was sie erwartet haben. Wenn ich sie aber fragte, wie lange sie auf Seine Antwort gewartet haben, dann kam es heraus, dass sie keine Geduld hatten, länger als paar Tage zu warten. So haben Sie Gott mit einem Cola-Automaten verwechselt, der nach dem Münzeinwurf, gleich eine Dose rausgibt.
Unser Glaube an Menschen oder an das Wetter kann jede Zeit enttäuscht werden, weil man sich auf sie nicht wirklich verlassen kann. Auf Gott kann man sich aber 100 % verlassen, auch wenn Er nicht alles nach unserem Willen oder nach unseren Plänen tut. Ich musste schon oft feststellen, dass Gott viele meiner Gebete auf Seine Art und Weise erhört hat, sodass ich es erst später gemerkt habe.
Er hat mit jedem von uns einen speziellen Plan. Ob dann alles in unserem Leben nach Seinem Plan läuft oder nicht, hängt stark davon ab, ob wir Seinem Plan im Glauben folgen wollen  oder eben nicht.
Wenn ich mich in mein Auto setze, glaube ich, dass es mich von A nach B bringt und dass ich in der Lage sein werde, mein Fahrzeug richtig zu führen und zu lenken. Wenn ich aber Angst habe, dass ein Unfall passieren könnte, dann brauche mich gar nicht ans Steuer zu setzen, denn dann wird das passieren, was ich befürchte.
Lass Deinen Glauben von der Angst nicht missbrauchen. Glaube an Gott, der alles zu Deinem Besten tun wird, auch wenn es manchmal nicht danach ausschaut. Vertraue Ihm!

Dienen oder sich bedienen lassen?

Schon seit meiner Bekehrung hatte ich auf dem Herzen, Gott zu dienen. Eigentlich ist es ganz natürliches Verlangen, wenn man den Geist Gottes in sich reinlässt. Nur das Problem war, dass alle „Dienste“ in der Gemeinde bereits besetzt waren und außer die Menschen in meiner Umgebung mit den Worten aus der Bibel anzuquatschen, sah ich keine andere Möglichkeit, Gott zu dienen. Leider hat mir auch niemand am Anfang meines Glaubenslebens geholfen, meine Gaben zu entdecken und sie als Dienst-Werkzeug einzusetzen. Mit anderen Worten, wurde ich zum braven Gottesdienst-Besucher erzogen, der brav seinen Zehnten zahlt.

So läuft es auch in den meisten modernen Gemeinden, die immer um ihre Mitglieder kämpfen. Und viele Christen, die auf der Suche nach Ihrer Bestimmung sind, werden zu Gemeinde-Nomaden und wandern von einer Gemeinde zur anderen, in der Hoffnung, dass sich irgendwo einbringen können oder einfach mehr geistliche Nahrung finde können.
Ich muss auch zugeben, dass ich lange auf der Suche nach meiner Berufung war und viele Dinge ausprobiert habe, bis ich den Weg fand, auf dem mich Gott zu meiner Berufung geführt hat und eigentlich immer noch führt. Mir ist dann irgendwann klar geworden, dass ich ganz klein anfangen und in den kleinen Diensten treu bleiben sollte. Wenn Gott sieht, dass wir im Kleinen treu sind, wird Er uns Großes anvertrauen. Als Jesus über sich sagte, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, steht das Wort „Weg“ an erster Stelle. Und wenn wir vor einem Weg stehen und auf ihm nicht gehen, dann können wir nirgendwo ankommen. So bringt auch unser Glaubensweg uns nirgendwohin, wenn wir uns nur bedienen lassen und nicht aufstehen, um zu gehen.
Gott hat jeden von uns mit Gaben ausgestattet, die wir mit der Zeit entdecken können, wenn wir versuchen, sie zu gebrauchen. Dabei spielt es für Gott oft keine Rolle. Er setzt keine Vorgaben fest, wie Du Deine Gaben benutzen musst. Er will Deine Kreativität fördern, weil Er selbst ein kreativer Gott ist. Setze Ihm keine Rahmen ein, sondern lass Ihn Dich auf verrückte, kreative und für die anderen vielleicht „unnormale“ Art gebrauchen. Höre dabei immer auf Gott und nicht auf die Theologen, die über Dein Leben und Deine Dienste bestimmen wollen, denn die meisten von ihnen wollen nur, dass Du auf der Kirchenbank jeden Sonntag sitzen bleibst und nicht zum Diener wirst, sondern ein Konsument bleibst. Dank darüber nach!

PS: Wie Gott mich geführt hat und was Er immer noch in meinem Leben tut, erfährst Du in meinem Online-Vortrag am 31. Mai. Sei unbedingt dabei!!!

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Niemand weiß nichts, aber alles wird gut

Ein Freund von mir hat diesen Satz immer wieder ausgesprochen, wenn er keine Antwort auf irgendwelche Fragen hatte: „Niemand weiß nichts, aber alles wird gut!“. Eigentlich ein komischer Satz, aber als ich darüber nachgedacht habe, entdeckte ich in ihm einen tiefen Sinn. „Niemand weiß nichts“ heißt eigentlich, dass jeder etwas weiß. Auch wenn das Wissen vieler Mitmenschen nicht besonders hilfreich ist, wird trotzdem alles gut, weil Gott immer für eine gute Lösung sorgt.

Und da wären wir schon wieder beim Vertrauen. Vertrauen wir Gott oder vertrauen wir Menschen, die mit ihren Worten und mit ihren Meinungen uns von etwas überzeugen wollen?
Früher war ich so leichtgläubig, dass ich oft auf die Werbung reingefallen bin, die mir irgendeine Lösung versprach. Zum Beispiel ein kostenloses Konto mit einem Dispokredit von 3000 Euro. Das schien für mich eine Lösung zu sein, weil ich mir so einige Dinge leisten konnte, die ich mir sonst nie gekauft hätte, doch das war eine Schuldenfalle für mich, aus der ich nur mit Gottes Hilfe rausgekommen bin.
Hätte ich damals Gott mehr vertraut, dann hätte Er mir bessere Lösung geschenkt, als die Bank es mir versprochen hat. Dass Gott mir dennoch geholfen hat, obwohl ich Ihn damals nicht als Ersten fragte, ist nur Seiner Gnade und Seiner unendlichen Liebe zu mir zu verdanken.
Gott lässt uns Fehler machen, aber nur, damit wir daraus lernen und sie nicht wiederholen. Heute bin ich schlauer und lass mich nicht so leicht für irgendwelche „Angebote“ begeistern. Und wenn ich was brauche, bitte ich Gott darum. Entweder gibt Er mir gleich alles was ich brauche oder Er gibt mir die Weisheit, mit der ich eine Lösung für jedes Problem finden kann.
Besonders in schlimmen Situationen im Leben neigen wir oft dazu, nach schnellen Lösungen zu suchen, doch meistens sind die falschen oder nur kurzfristigen Lösungen. Gottes Hilfe kommt aber nie zu spät, auch wenn es uns erstmal so vorkommt. Ihm zu vertrauen und geduldig auf Seine Lösung zu warten, ist etwas was jeder Christ lernen sollte. Dann wird wirklich alles gut!

Tod, wo ist dein Stachel

Täglich wird über hohe Zahlen der Toten berichtet, die vom Virus gestorben sein sollten, und viele Menschen bekommen Angst vor dem Tod. Ist auch verständlich, denn sie kennen den nicht, der das Leben in Person ist. Jeder versucht sich irgendwie das Leben auf dieser Erde zu verlängern, weil die meisten denken, dass es nach dem Tod nicht weiter gehen wird.
Da ich seit meinem 6. Lebensjahr Epilepsie hatte, war ich immer in der Gefahr, irgendwo einen Anfall zu bekommen, der mich in den Tod reißen könnte. Meine Mutter hat mich schon einige Male vor dem Ertrinken in der Badewanne gerettet. Also, der Tod, bzw. die Angst vor dem Tod war mir sehr bekannt.
Als aber mit 16 Jahren Jesus kennen gelernt habe, war die Angst vor dem Tod nicht mehr so bedrohlich, denn ich wusste, dass ich nach dem Tod im Himmel weiterleben werde.
Dennoch versuchte der Feind mich immer wieder in den Tod zu reißen. Meistens durch die Anfälle, aber später (nach der Heilung) auch durch einige Autounfälle. Es ist ihm aber nie gelungen, weil Jesus Christus mein Leben und mein Schutz ist. Als ich 1999 vor einer Gehirn-OP stand, habe ich gebetet: „Herr, wenn Du mich jetzt holen willst, dann mach das bei der OP. Wenn Du mich aber noch auf dieser Erde gebrauchen willst, dann lass die OP gut verlaufen!“ Also, musste ich körperlich wieder nicht sterben, obwohl es schon durch einen geringen Fehler des Chirurgen möglich gewesen wäre.
Ja, mein Leben war oft dem Verzweifeln und Aufgeben nah, aber Gott gab mir immer die Kraft, um meinen guten Kampf des Glaubens weiter zu kämpfen. Und heute kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, den Glaubenskampf zu führen. Heute habe ich keine Epilepsie mehr und Angst vor dem Tod oder vor der tödlichen Gefahr schon gar nicht mehr.  Deswegen kann ich ohne Mundschutz spazieren gehen, weil ich mich auf Gottes Schutz vollkommen verlassen kann. Auch wenn Er zulassen würde, dass ich vom Virus angesteckt werden sollte, dann nur um sich dadurch zu verherrlichen oder mich evtl. heimzuholen.
Angst vor dem Tod hat nur der, der das Leben (Christus) nicht kennt. Deswegen bin ich als Kind Gottes auch die der Kanal des Lebens, das vom Thron Gottes fließt und jede Angst wegspült. Du auch?

PS: Komm am Sonntag zu meinem Vortrag, in dem ich auch ausführlich über meine Erfahrungen  mit Gott sprechen werde.

Gott oder der Obrigkeit mehr gehorchen?

Bis zu der aktuellen Krise haben wir als Christen ein schönes, gemütliches und kuscheliges Leben gehabt. Jeden Sonntag Gottesdienst besucht und gar nicht daran gedacht, dass es irgendwann verboten sein wird, dies zu tun. Angeblich sollte die Ansteckungsgefahr zu hoch sein, um gemeinsam Gott anzubeten. Aber ist das wirklich so?

Wir glauben blind den Nachrichten und gehorchen ohne Wenn und Aber den Fürsten dieser Welt, deren Willen wir tun, aber wo bleibt der Glaube an den allmächtigen, heilenden und befreienden Gott? Wer fragte dabei nach Seinem Willen?
Wenn ich mich an die Zeiten in der Sowjetunion erinnere, in der Christen verfolgt waren und ihnen war es auch verboten, Gottesdienste zu feiern, dann kann ich mich an keinen Fall erinnern, dass sie der Regierung ohne Widerstand gehorcht haben. Sie haben heimlich, ganz versteckt von der Außenwelt ihre Gottesdienste weiter gefeiert, weil sie auf die Gemeinschaft nicht verzichten wollten.
Als Petrus das Evangelium verkündigt hat, wurde es ihm von oben auch verboten. Der sagte aber, dass man Gott mehr gehorchen sollte, und führte seine Dienste fort. Dass er dabei riskiert hat, im Gefängnis zu landen oder sogar getötet zu werden, war ihm schon klar. Er hatte aber Mut und Glauben, weil Er Gott vertraute, der ihn beschützen konnte.
Es ist zwar schön, dass wir die moderne Technik nutzen können, um wenigstens virtuelle Gemeinschaft zu haben, aber ich halte es nicht für optimal. Vielleicht merken jetzt viele Christen, wie wichtig die Gemeinschaft miteinander ist. Vielleicht fassen sie den Mut und versammeln sich trotzt der Verbote in Hauskreisen (die ganze Gemeinde zu überzeugen wird’s schwierig!). Warum sollten wir uns vor irgendeinem Virus fürchten, wenn wir einen Gott an unserer Seite haben, der alle Krankheiten besiegt hat? Das ist doch absurd! Sollten wir Angst vor Gefängnis oder sogar Hinrichtung haben? Nein, weil uns alle Dinge zum Besten dienen werden, egal wie schlimm sie zu sein scheinen. Wir müssen uns aber immer wieder nach dem Willen Gottes und nicht nach dem Willen der Kanzlerin fragen. Dass man der Obrigkeit gehorchen soll, ist kein Gebot, sondern Empfehlung, damit es uns gut geht. Aber wenn die Obrigkeit gegen Gott handelt, dann ist es auch für uns nicht gut, ihr zu gehorchen. Zumindest würde unser Gott es nicht gut finden.
Es ist Zeit, Gott mehr zu vertrauen und mit Seinem mächtigen Handeln und Schutz zu rechnen.