Warum muss man immer warten?

6. Dezember 2019

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen immer ungeduldiger werden. Es muss auch überall alles schnell geschehen. Wenn man ein Paket bestellt, dann will man ihn morgen schon dahaben. Wenn man krank ist, will man, dass der Arzt uns ein Wundermittel verschreibt, das uns sofort heilt. Und so geraten immer mehr Menschen in den Stress und brennen letztendlich aus.

Als ich vor 28 Jahren in der Bibel las, dass wir durch Jesu Wunden geheilt sind, habe ich diese Verheißung Gottes für mich in Anspruch genommen und habe angefangen daran zu glauben, dass ich durch Jesu Wunden von Epilepsie geheilt bin. Doch schon bald musste ich feststellen, dass das Wort Gottes eben kein Zauberwort ist. Gott kann sicher auch Wunder tun und viele Menschen erleben sie auch. Aber ich habe viele Jahre vergeblich auf ein Wunder gewartet. Hat Gott mich etwa weniger lieb? Eben nicht. Denn mein Glaube musste wachsen und ich sollte auch lernen, geduldig zu sein.
Nun, die meisten Menschen sagen immer wieder, dass es ihnen zu schwer sei, auf die Erfüllung Gottes Zusagen zu warten, obwohl sie noch nicht so lange gewartet haben. Mir fiel es nicht so schwer, denn während meines Wartens auf die Heilung hat Gott mir durch Sein Wirken immer wieder bestätigt, dass Er bei mir ist. Er hat mich immer wieder übernatürlich bewahrt, Er hat mich finanziell unterstützt und auch viele andere Kleinigkeiten für mich getan, die meinen Glauben stärkten. 10 Jahre später wurde ich geheilt!

Dann fiel es mir noch leichter auch 10 Jahre auf meine berufliche Veränderung zu warten, denn beruflich hat es bei mir nie richtig geklappt, weil ich eine schlechte Ausbildung hatte. Aber in dieser Zeit sind auch viele Dinge passiert, die von großer Bedeutung waren. Deswegen kann ich heute mit Sicherheit sagen, dass es sich wirklich lohnt, zu warten und im Glauben auszuharren. Gott ist 100%ig treu und erfüllt Sein Wort, wenn man nur im Glauben lebt und sich davon nicht abbringen lässt. Geduld kommt mit der Zeit des Wartens, was uns zwar zu lang vorkommen mag, aber Gott hat Seinen eigenen Zeitplan, an den wir uns auch halten sollten.

Der Herr ist mein Versorger

22. November 2019

Ich bin in der ehemaligen Sowjetunion geboren und aufgewachsen, wo wir nicht im Saus und Braus gelebt haben, aber richtig arm waren wir irgendwie auch nicht. Das hatten wir nicht nur unserer kleinen Landwirtschaft, sondern auch meinem Vater zu verdanken, der uns immer gut versorgt hat. Mit 40 Jahren ist er aber verstorben, als ich bereits 2 Jahre gläubig war. Wir sind dann zwei Monate nach dem Tod meines Vaters nach Deutschland umgesiedelt, wo wir dann die erste Zeit Sozialhilfe bekamen. Das war aber nicht besonders viel, deswegen habe ich zum ersten Mal Gott um Seine Hilfe gebeten. Ich habe Ihm im Gebet gesagt, dass Er doch mein Versorger ist und es nicht zulassen würde, mich Mangel leiden zu lassen. Nach diesem Gebet bekam ich 6 Monate lang 100 DM – Scheine, eingewickelt in Alufolie, in einem Briefumschlag ohne Absender auf meinen Namen bekommen. Das war genau die Zeit, in der wir das Geld nötig hatten und Gott hat mir damit gezeigt, dass Er mein Versorger ist. Danach fiel es mir leichter, mir keine Sorgen um meine Finanzen oder meine Existenz zu machen. Diese Erfahrung bewirkte in mir das Vertrauen zu Gott als meinem Versorger. Und so habe ich im Laufe der vielen Jahren immer wieder erlebt, wie Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche.

Letztes Jahr hat Er mir nochmal deutlich gezeigt, dass Er mich nicht nur versorgen, sondern auch vorsorgen kann. So bekam ich im September eine Mail von einem Bruder aus der Schweiz, der meine Andachten liest, in der er mir geschrieben hat, dass er mir einen Betrag überweisen will, der 1. für Kinderkleidung, 2. für ein Geschenk für meine Frau und 3. fürs Autoreparatur sein sollte. Ich habe dann überlegt: „Ok, meine Kinder bräuchten tatsächlich neue Kleidung und meine Frau hätte bald Geburtstag, aber was ist mir meinem Auto los?“ Da ich zu der Zeit gerade in Darmstadt war, wo ich mit meinem Auto gut hingekommen bin und keine Mängel festgestellt habe, konnte ich mir noch nicht vorstellen, was da repariert werden soll. Als ich aber zuhause fast angekommen bin, hörte ich komische Geräusche beim Bremsen und musste das Auto zur Werkstatt bringen, um kaputte Bremsbelege zu ersetzen. Und als ich die Reparatur bezahlen musste, war das Geld dafür schon da. Und wie soll ich mir da noch Sorgen machen?

Gott ist mein Versorger, mein Vorsorger und mein Fürsorger. Seine Hilfe kommt niemals zu spät. Auf ihn kann ich mich als Sein Kind 100%ig verlassen und in diesem Vertrauen absolut frei von Ängsten und Sorgen leben.

Was man hört und sieht – Wie wichtig christliche Medien sind

15. November 2019

In vielen christlichen Kreisen herrscht die Meinung, dass solche Medien wie Fernsehen, Radio oder Internet vom Teufel sind und man sie deswegen meiden sollte. Nun, wenn das so wäre, hätte ich möglicherweise nicht zum Glauben gefunden. Denn, erst als ich zum ersten Mal im sowjetischen Fernsehen in Russland eine christliche Sendung angeschaut habe, kam ich zum Nachdenken über Gott und habe dann so gebetet: „Gott, wenn es Dich gibt, dann möchte ich Dich kennen lernen! Ich will, dass Du Dich mir offenbarst!“ Das hat Er auch getan, denn Gott hat ja in Seinem Wort versprochen, sich von jedem finden zu lassen, der nach Ihm sucht. Man muss aber bedenken, dass ich in einem absolut atheistischen Land aufgewachsen bin, wo nur der Lenin als Gott angebetet wurde. Deswegen brauchte ich diese christliche Sendung im Fernsehen, um den Gedanken zu zulassen, dass es vielleicht auch einen anderen Gott gibt.

Heute haben wir nicht nur Radio und Fernsehen, sondern auch das Internet. Klar, Satan nutzt das Internet ganz aktiv und man findet viel Böses im Netz. Aber das kann nur anders werden, wenn Christen darin aktiver werden. Schon als ich 2001 meine erste Homepage gebastelt habe, machte ich die Erfahrung, dass ich die Menschen damit auf Jesus aufmerksam machen kann, die sonst über Ihn keine Wahrheit erfahren würden. Ich schickte meinen ungläubigen Bekannten die E-Mail mit der Adresse meiner Homepage und staunte sogar über viele positive Rückmeldungen. Damals hat sich zwar keiner bekehrt, wurden aber viele auf Jesus aufmerksam gemacht.

Ich finde es richtig toll, dass ich meinen Glauben an Jesus Christus heute über viele Kanäle bekennen kann und noch mehr Menschen für Jesus begeistern kann. Es ist auch sehr einfach geworden. Man muss sich nur damit befassen und Mut haben, die Möglichkeiten zu nutzen, die uns zur Verfügung stehen. Warum sollte ich im Internet nur einkaufen oder nach Informationen suchen, wenn ich der Welt auch die wertvollen Informationen über Gott anbieten kann?

Selbst, wenn nur ein Mensch durch meine langjährige Arbeit im Internet oder in anderen Medien zum Glauben findet, dann haben sich all die Jahre der Arbeit wirklich gelohnt.
Sei ermutigt, die modernen Medien nicht nur zum eigenen Konsum, sondern auch zum Weitergeben der Frohen Botschaft zu nutzen!

Warum die Liebe erkalten wird

8. November 2019

Jesus sagte in Seiner Endzeit-Rede in Matthäus 24: „Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in Vielen erkalten.“ Passiert das nicht bereits vor unseren Augen? Die Menschen, leider auch viele Christen, werden immer liebloser und egoistischer. Jeder rennt seinen Zielen hinterher und wenn auch auf Kosten der anderen. Die Ursache für die fehlende Liebe nennt Jesus die Gesetzlosigkeit.

Aber was bedeutet das? Soll ich jetzt gesetzlich sein, damit Gottes Liebe in mir nicht erkaltet? Nein, das garantiert nicht! Denn das Leben nach Gottes (Natur-)Gesetzen bzw. Geboten hat nichts mit der Gesetzlichkeit zu tun. Gesetzlich wird man, wenn der Geist Gottes im Herzen fehlt und man versucht den Buchstaben mit eigenen Kräften zu erfüllen. Dabei kommt es häufig vor, dass man viele eigenen Gesetze ausdenkt, die dann vor Gottes Gesetzen stehen. Ich wurde zum Beispiel in einer Gemeinde darum gebeten, mein Bart abzurasieren, weil sie eine Bibelstelle falsch interpretiert haben und daraus ein Gesetz gemacht haben, laut dem alle Brüder rasiert sein sollten. Völliger Quatsch, denn Gott würde sowas von mir nie verlangen. Er hat mich ja selbst so als Mann erschaffen, dass bei mir der Bart wächst.

Die Gesetzlosigkeit hat mit dem Folgen des Zeitgeistes zu tun. Die Sünde wird immer mehr toleriert und sogar schöngeredet, die christlichen Werte werden als altmodisch und rückständig erklärt, Geld und Vermögen spielen größere Rolle als Gott, jeder verkündigt sein eigenes Evangelium und nicht das unverfälschte Wort Gottes. Das lässt die Liebe erkalten und der Humanismus kann sie auch nicht ersetzen.
Wenn ich es nicht will, dass die Liebe Gottes in mir erkaltet, dann muss ich in einer engen Beziehung zu Gott leben und aus Liebe und Dankbarkeit zu Ihm, Seine Gebote halten und die Sünde in meinem Leben vermeiden. Gott kann mir dabei helfen, denn Er weiß, dass ich schwach bin und ohne Seinen helfenden Geist es nicht schaffen kann, heilig zu sein. Der Geist Gottes macht uns fähig, in der Liebe Gottes zu leben und sie trotz allem zu praktizieren.

Gebet des Jabez * Erfahrungen

Kennst Du das Gebet des Jabez?
Habe ich früher zwar immer wieder in der Bibel gelesen,  aber mir nie was dabei  gedacht. Erst als ich das kleine Büchlein von Bruce Wilkinson „Das Gebet des Jabez“ in die Hand bekommen habe und auf der Rückseite las: „Segne mich und erweitere mein Gebiet! Steh mir bei und halte Unglück und Schmerz von mir fern.“, habe ich das Gebet auch „ausprobiert“.

Eigentlich ist das ein ziemlich egoistisches Gebet, in dem man Gott um eigenen Segen und nicht um Segen des Nächsten bittet, aber andererseits, wenn ich selbst nicht gesegnet bin, kann ich kein Segen für die anderen sein. Oder?
Nun, obwohl ich kein Freund der auswendig gelernten Gebete bin, habe ich trotzdem wie Jabez gebetet, weil das Gebet in der Bibel steht und seine Auswirkung auf Jabez war eindeutig: Und Gott ließ kommen, was er gebeten hatte. Ja, Gott hat ihm diese egoistischen Wünsche erfüllt.

So hat mich Gott nach diesem Gebet ganz konkret mit einer Arbeit beim Christlichen Regionalfernsehen Augsburg gesegnet, wo ich mein Traumberuf auslernen kann, was mir fast 10 Jahre verwehrt war.
Mein „Gebiet“ hat sich danach auch erweitert. Ich schreibe seit vielen Jahren die Andachten und vor kurzem bekam ich einen Anruf des Betreibers des FL24-Radios aus Dresden und hat mir die Zusammenarbeit angeboten, weil Gott es ihm geboten hat.   Und seit paar Wochen schreibe ich Beiträge für einen österreichischen Blog, was sogar eine geografische Gebietserweiterung ist.
Das sind sicher keine zufällige Ereignisse, sondern konkrete Gebetserhörungen von Gott, die auf das Gebet des Jabez zurückzuführen sind.

Gebet sollte sowieso fester Bestandteil unseres Glaubenslebens sein, aber Jesus hat auch uns nicht umsonst auch „Vater unser“ beigebracht, das wir nicht bloß nachplappern sollten, sondern von ganzem Herzen und im festen Glauben.

Welche Bibelübersetzung ist die richtige?

30. Oktober 2019

Wie oft haben sich schon viele Christen darum gestritten, welche Bibelübersetzung die richtige sein soll. Einer sagt, die Elberfelder sei die richtige, der andere meint, dass die Lutherbibel „die einzig wahre“ ist. Das verwirrt schon ein bisschen. Als ich nach Deutschland umgesiedelt bin, war meine erste deutsche Bibel eine Lutherbibel, weil es im Bücherladen neben Spätaussiedler-Lager nur die gab. Und ich hatte noch keine Ahnung, dass in Deutsch so viele Übersetzungen gibt, denn in Russisch gab’s damals nur eine. Später machte ich Praktikum bei der christlichen Bücherstube und kaufte mir fast jede Übersetzung, die es auf dem Markt gab. Und was ich festgestellt habe, überall geht es um den gleichen Jesus Christus, um das gleiche Evangelium und sogar die gleichen Personen kommen in jeder Übersetzung vor.

Nun, es gibt aber zwei Arten Christen: die, die den Heiligen Geist empfangen haben und die, die nur religiös erzogen wurden. Denn, die Bibel lesen ist wie ein Brief vom Papa, der aus seiner Geschäftsreise schreibt. Wenn der Sohn seinen Brief liest, versteht wie jedes Wort gemeint ist eher, als wenn der Brief in fremde Hände gerät.

Als ich den Heiligen Geist noch nicht in mir hatte und zum ersten Mal das Neue Testament las, verstand ich kein Wort.

Ich könnte aus dem Gelesenen meine eigene Meinung bilden und daraus eigene theologische Entschlüsse ziehen, aber das wäre dann nicht das Wort Gottes. Die Bibel, egal welcher Übersetzung, wird nur dann zum Wort Gottes, wenn der Geist Gottes uns das geschriebene Wort offenbart. So hat mich Gott mal durch die Hoffnung für Alle Übersetzung an manchen Stellen deutlich angesprochen, mal durch die Luther oder Elberfelder. 

Wichtig ist immer, dass man Gottes Stimme hören kann, was nur durch den Heiligen Geist passiert und kommt nicht durch jahrelangen Theologiestudium.

Das Problem oft ist, dass man die Bibel dazu missbraucht, um eigenen Lehren zu bilden, die dann nichts mit der Nachfolge Christi zu tun haben. Für solche Leute spielt es natürlich eine große Rolle, ob der Bibeltext original vom Griechischen oder Hebräischen übersetzt wurde. Wenn ich eines Tages gar keine Bibel zur Hand haben werde, dann wird Gott zu mir irgendwie anders sprechen. Er weiß ja, dass es mir wichtig ist, Seiner Stimme zu folgen und nicht irgendwelchen Lehren.
Also, meine Empfehlung ist, jede Übersetzung einmal durchzulesen und beim Studieren die Übersetzungen zu vergleichen. Das sollte unbedingt betend geschehen, damit der Heilige Geist zu Dir reden kann.

Neues Leben – Neue Identität

Als Kind war mein Leben nicht so schön. Mein Vater hat mich als Arbeitssklaven und nicht als geliebten Sohn behandelt, meine Klassenkameraden machten sich wegen meines deutschen Namens und meiner Krankheit über mich lustig… Deswegen war ich ein unsicheres Wesen, das an sich selbst gezweifelt hat und das Gefühl hatte, dass ich für nichts auf dieser Welt zu gebrauchen wäre.
Als ich mit 16 Jahren Jesus in mein Herz reingelassen habe, hatte ich zwar Hoffnung, dass sich alles nun ändert, aber so schnell ist es nicht passiert.
Ende der 90er kaufte ich mir ein Buch von Neil T. Anderson „Neues Leben – Neue Identität“ und hab ihn sofort verschlungen.  Auch wenn ich seit einigen Jahren ein Kind Gottes war, wurde ich gelehrt, dass ich trotzdem ein Sünder bin. Durch dieses Buch ist mir aber klar geworden, dass ich ein Kind Gottes, der sündigt bin und kein Sünder mehr.
Dort heißt es z.B.: „Es gibt keine Versager in Gottes Reich, überhaupt keine. Wie kann man ein Kind Gottes einen Verlierer nennen?“ oder „Sie müssen sich selbst als Kind Gottes betrachten, um wie ein Kind Gottes, des Höchsten, zu leben.“
Erst als ich mir meiner wahren Identität in Christus bewusstwurde, hat sich mein Leben sofort verändert. Ich fühlte mich nicht mehr als Versager, obwohl ich keinen guten Beruf und keinen festen Job hatte, weil ich dann verstanden habe, dass Gott andere Pläne mit mir hat und was die Menschen über mich sagen, sollte mich überhaupt nicht interessieren. So, wenn meine Mutter mich mit irgendwelchen Typen verglichen hat, die Karriere gemacht haben, ließ es mich kalt, weil ich wusste, dass Gott für mich eine besondere Berufung hat und ich mich vollkommen darauf verlassen kann. Heute bin ich anders. Ich musste zwar viel Elend erfahren, aber das gehörte auch zum Plan Gottes dazu, weil ich heute viele Menschen mit ähnlichen Problemen ermutigen und stärken kann.
Meinen Beitrag möchte mit einem Zitat aus dem erwähnten Buch beenden:
„Ich glaube von ganzem Herzen, dass ihre Hoffnung auf Wachstum, Bedeutung und Erfüllung als Christ auf dem rechten Verständnis, wer Sie wirklich sind, ruht, das heißt Ihrer Identität in Christus als ein Kind Gottes.“

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Glaube, der die Berge versetzt

18. Oktober 2019

Wenn ich mit manchen Christen über meine Visionen spreche, sagen dann viele: „Wow, so einen großen Glauben will ich auch haben!“ Das gönne ich ihnen von ganzem Herzen. Nur brauchen sie Senfkorndenn unbedingt einen großen Glauben, um Gottes mächtige Hand zu erfahren? Jesus meinte, dass es dafür bereits einen kleinen Glauben reichen kann, um sogar große Berge zu versetzen. Nur wie soll das funktionieren? Und was braucht man dafür?
An erster Stelle muss man ein Kind Gottes sein. Wenn ich bereits ein Kind Gottes bin, dann sollte ich die Erkenntnis haben, dass Gott mein Vater ist, der alles für Sein Kind tun kann, egal wie groß oder klein es ist. Allein schon diese Erkenntnis bewirkt in mir diesen Senfkornglauben, das in der Lage ist, die Berge zu bewegen. Als ich Gott zum ersten Mal um finanzielle Hilfe bat, hatte ich keinen großen Glauben, dass Er mir direkt helfen wird. Aber Er hat mein Gebet trotzdem erhört und ich bekam 6 Monate lang 100 DM-Scheine per Post, ohne Absender. Mein Glaube ist seit dieser Erfahrung nicht gleichgeblieben, es ist gewachsen, so wie das Samenkorn wächst, wenn er in guten Boden gesät ist.
Oft versteht man unter Glauben so einer Art Gedankenübertragung zum Berg, der versetzt werden sollte. Das ist Quatsch. Und wenn ich zum Problem noch tausend Mal sage, dass es verschwinden soll, aber Gott dabei nicht vertraue, dann bleibt das Problem ungelöst. Ich bin nicht Gott, aber Gott ist mein Vater, der für mich die größte Berge in Bewegung bringen kann.
Trotzt Deines kleinen Glaubens, traue Gott große Dinge zu. Das ist auch, was Jesus meinte. Du kannst Dir noch nicht sicher sein, ob Gott „sowas Großes“ tun wird, aber wenn Du es ihm zutraust und von Ihm erwartest, dann kann Er das auch.

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