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Umsonst
Mai 06

Alles umsonst weitergeben?

By Viktor | Dienst , Finanzen

Vor einiger Zeit hat ein Bruder mir gesagt, dass er es nicht gut findet, dass ich für 2.000 Euro ein Glaubenscoaching anbiete. Und er zitierte mir folgende Bibelstelle: Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus: umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst sollt ihr’s auch weitergeben! Nun, hier geht’s primär um die Nutzung der Gaben Gottes, denn ich kann selbst keine Kranken heilen, keine Tote aufwecken, keine Aussätzige bereinigen und auch keine bösen Geister austreiben. Selbst wenn ich für die Kranken bete, verlange ich von ihnen kein Geld dafür. Aber wenn ich jemandem meine persönliche Dienstleistung anbiete, um ihn mit meiner persönlichen Lebens- und Glaubenserfahrung zu dienen, und dafür bezahlt werden will, dann gebe ich das weiter, was ich nicht ganz umsonst empfangen habe, denn meine Lebenserfahrungen haben mir vieles gekostet. Manchmal sogar viel Geld. Allein meine Krankheit, gegen die ich 10 Jahre lang im Glauben kämpfen musste, kostete mir viel Schmerz, viel Demütigung, guter Ausbildung…
Pastor einer Gemeinde in Deutschland macht seine Arbeit auch nicht umsonst, auch wenn er sein Geld von niemandem persönlich verlangt. Dem oben erwähnten Bruder habe ich gesagt, dass ich meine Coachings gern umsonst anbieten würde, wenn ich jemanden hinter mir hätte, der mich finanziell unterstützt. Da ich aber schon seit über 10 Jahren christliche Internet-Arbeit betreibe, die kaum Unterstützung bekommt, muss ich mir Gedanken machen, wie ich mein Geld verdiene. Ich will aber nicht bloß arbeiten, um das Geld zu haben, sondern um gleichzeitig anderen zu dienen. Ich bin ein christlicher Dienstleister. Ja, ich diene Menschen mit Gebet und ermutigendem Wort auch umsonst, aber wenn es in die Tiefe gehen soll, dann braucht es auch viel mehr Zeit, in der ich woanders Geld verdienen könnte. Inzwischen sollte auch jeder erfahren haben, dass nicht alles, was man umsonst bekommt, wirklich gut ist. Für Qualität und Erfahrung sollte man schon was bezahlen können. Deswegen sind die meisten gratis Kurse mit den kostenpflichtigen weiterführenden Kursen verbunden.

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