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Wer anklopft, dem wird aufgetan
Nov 01

Wer anklopft, dem wird aufgetan

By Viktor | Geduld , Glaube , Glaubenskampf

Als Jesus sagte „Wer anklopft, dem wird aufgetan!“, meinte Er nicht ein leichtes Anklopfen, das man beim eintreten des fremden Zimmers praktiziert, sondern solange zu klopfen, bis die Tür aufgetan wird. In der deutschen Sprache gibt’s dafür einen Begriff Beharrlichkeit, der das Wort harren beinhaltet, das Jesus oft in Seinen Reden benutzt hat. Es ist Ihm wichtig, dass wir beharrlich und manchmal sogar unverschämt werden. So wie im Gleichnis mit dem Mann, der zu seinem Freund mitten in der Nacht kommt und um ein Laib Brot bittet. Dieser Mann war nicht so nett oder lieb zu seinem Freund, sondern hämmerte solange an seiner Tür, bis er bekam was er brauchte.
Wir geben oft viel zu schnell auf, wenn uns keine Türen so schnell aufgetan werden. Wir haben dann eine Ausrede: „Anscheinend will Gott das nicht!“, weil wir Seinen Willen als eine Diktatur verstehen, der uns in allem einschränken möchte. Gott gab uns aber einen freien Willen, der sich Seinem unterodnen kann, um Ihm zu gefallen. Aber das ist keine Versklavung, sondern der Weg zu einer echten Freiheit. Wenn ich einen Freund hätte, der alles im Voraus wissen würde und mir Tipps geben könnte, wie ich manche Fehler vermeinden kann, dann bin frei, wenn ich auf ihn höre und richtig handle, als wenn ich sagen würde: „Keine Sorge, ich schaff’s schon!“ Denn dann bin ich der Sklave meines Stolzes und meiner Eigensinnigkeit.
Manchmal will Gott uns die Türen nicht einfach so vor uns aufsperren, sondern erwartet von uns, dass wir anklopfen. Und zwar so lange, bis die Tür aufgetan wird. An manchen Türen habe ich mehrere Jahre geklopft und sie wurden aufgetan! Also kann ich Dich heute ermutigen, immer dran zu bleiben und den Glauben nicht aufzugeben. Ausharren, weiter klopfen, niemals aufhören zu beten, das Vertrauen nie wegwerfen, dann gehen die richtigen Türen rechtzeitig auf und Jesus wird Sich in Deinem Leben verherrlichen.

Sep 06

Ausharren im Glauben

By Viktor | Geduld , Glaube

Jakobus schreibt in seinem Brief: Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.
Hmm… standhaftes Ausharren? Wofür braucht man das? Richtig! Für schwere Zeiten, die wir noch durchmachen müssen. Ich habe inzwischen viele Anfechtungen hinter mir und jedes Mal habe ich Gottes erlösende Hand erfahren, was meinen Glauben immer stärker gemacht hat. Heute fürchte ich mich vor keinen großen Schwierigkeiten, weil ich einen bewährten Glauben habe, in dem ich so lange ausharren kann, bis Gott mir Seine Lösung schenkt.
Ausharren im Glauben hat nichts mit der Suche nach alternativen Lösungen zu tun, weil man die Probleme schnell gelöst haben will. Vielmehr bedeutet das, sich auf Gottes Führung zu verlassen und Ihm felsenfest zu vertrauen. Er lässt Seine Kinder nie im Stich! Das habe ich in meinem Leben leibhaftig erfahren. Ja, ich musste auf manche Lösung bis zu zehn Jahren warten, aber sie kam dann aus Gottes Hand. Alle andere Versuche, eine schnellere Lösung zu finden, sind gescheitert. Meine Eltern haben viel unternommen, um mich von der Epilepsie zu befreien, aber nichts hat mir die Heilung gebracht. Nur nach zehn Jahren Ausharren im Glauben und Geduld kam die Heilung aus der Hand Gottes. Er hätte mir langes Warten ersparen und mich durch ein Wunder sofort heilen können, aber das hätte kein standhaftes Ausharren in mir bewirkt. Heute kann ich Gott umso mehr vertrauen, weil ich überzeugt bin, dass Er mich niemals im Stich lassen wird. Er erfüllt alles, was Er mir versprochen hat, aber zu Seiner Zeit! Er weiß besser, wann Er meine Probleme idealerweise lösen kann. So sehe ich hinterher, dass in meinem Leben alles wie ein Puzzle zusammenpasst und keine Lücke oder Ungereimtheit entstanden ist. Ausharren im Glauben bedeutet, immer dranbleiben und niemals den Glauben aufzugeben. Das kann ich heute viel besser, als vor 30 Jahren.