Alles ist erlaubt, nur nicht alles ist gut

24. April 2020

Letzten Monat hatte ich einen Traum in dem ich schon zum zweiten Mal bei einem Arzt war, den auch eine junge Dame mit einem Hut besuchte, der oben ein großes Loch hatte, was angeblich modisch war. Der Arzt wollte sie aber wegen so einem Hut, der in seiner Praxis verboten war, nicht behandeln. Als ich zum zweiten Mal mitbekommen habe, dass er sie anschnauzt, habe ich sie in Schutz genommen und wollte von ihm wissen, wie kann er sich so unhöflich zu seinen Patienten verhalten. Er zeigte mir dann eine grüne Broschüre, in der aufgezählt wurde, was in seiner Praxis alles verboten war, die er aber niemandem vorher zeigte. Die hat mich an die „Verbotspartei“ der Grünen erinnert, aber als ich aufwachte und darüber nachgedacht habe, kam die Erinnerungen vom Besuch einer russlanddeutschen Pfingstgemeinde hoch, in der viele Dinge verboten waren und ich wurde sogar darauf hingewiesen, mein Bart abzurasieren. Letzteres war auch der Grund, warum ich so eine Gemeinde verlassen habe.

Nun, oft verwechseln die Christen Gottes Gebote mit Verboten. Sie sind der Meinung, dass Gott uns etwas verbietet. Das ist aber völliger Quatsch. Sogar sündigen verbietet Gott uns nicht, weil es unsere eigene Entscheidung ist. Er gab uns freien Willen und mit Seinen Geboten haben wir wertvolle Tipps, wie wir unser Leben nach Seinem Willen gestalten können. Er weiß, dass wir einer rebellischen Natur sind und oft von Seinem Willen abweichen, aber es ist auch wie mit kleinen Kindern, denen man sagt, dass die Herdplatte zu heiß ist. Sie haben dann die Wahl, sich zu verbrennen oder auf ihre Eltern zu hören. So ist es auch in der Beziehung zu Gott. Wenn wir auf Ihn hören, verbrennen wir uns nicht, wenn wir aber denken, dass wir schlauer sind als Er, dann brennt’s gewaltig in unserem Leben.
Wir haben einen guten Papa im Himmel. Er lässt uns auch viel Blödsinn im Leben machen, lässt uns aber erkennen, dass es nicht gut war. Aber Er verbietet uns nichts! Er sagt nur: „Alles ist erlaubt, nur nicht alles ist gut für Dich!“ Deswegen will Er, dass wir zu Ihm kommen und uns bei Ihm erkundigen, was gut und was böse ist, um dann gute Werke zu Seiner Ehre zu vollbringen.

PS: Melde Dich zu meinem Online-Vortrag ein, denn ich habe viele ermutigende Zeugnisse aus meinem Leben mit Gott.

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Warum die Liebe erkalten wird

8. November 2019

Jesus sagte in Seiner Endzeit-Rede in Matthäus 24: „Und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe in Vielen erkalten.“ Passiert das nicht bereits vor unseren Augen? Die Menschen, leider auch viele Christen, werden immer liebloser und egoistischer. Jeder rennt seinen Zielen hinterher und wenn auch auf Kosten der anderen. Die Ursache für die fehlende Liebe nennt Jesus die Gesetzlosigkeit.

Aber was bedeutet das? Soll ich jetzt gesetzlich sein, damit Gottes Liebe in mir nicht erkaltet? Nein, das garantiert nicht! Denn das Leben nach Gottes (Natur-)Gesetzen bzw. Geboten hat nichts mit der Gesetzlichkeit zu tun. Gesetzlich wird man, wenn der Geist Gottes im Herzen fehlt und man versucht den Buchstaben mit eigenen Kräften zu erfüllen. Dabei kommt es häufig vor, dass man viele eigenen Gesetze ausdenkt, die dann vor Gottes Gesetzen stehen. Ich wurde zum Beispiel in einer Gemeinde darum gebeten, mein Bart abzurasieren, weil sie eine Bibelstelle falsch interpretiert haben und daraus ein Gesetz gemacht haben, laut dem alle Brüder rasiert sein sollten. Völliger Quatsch, denn Gott würde sowas von mir nie verlangen. Er hat mich ja selbst so als Mann erschaffen, dass bei mir der Bart wächst.

Die Gesetzlosigkeit hat mit dem Folgen des Zeitgeistes zu tun. Die Sünde wird immer mehr toleriert und sogar schöngeredet, die christlichen Werte werden als altmodisch und rückständig erklärt, Geld und Vermögen spielen größere Rolle als Gott, jeder verkündigt sein eigenes Evangelium und nicht das unverfälschte Wort Gottes. Das lässt die Liebe erkalten und der Humanismus kann sie auch nicht ersetzen.
Wenn ich es nicht will, dass die Liebe Gottes in mir erkaltet, dann muss ich in einer engen Beziehung zu Gott leben und aus Liebe und Dankbarkeit zu Ihm, Seine Gebote halten und die Sünde in meinem Leben vermeiden. Gott kann mir dabei helfen, denn Er weiß, dass ich schwach bin und ohne Seinen helfenden Geist es nicht schaffen kann, heilig zu sein. Der Geist Gottes macht uns fähig, in der Liebe Gottes zu leben und sie trotz allem zu praktizieren.