Was man sonst noch hat

28. August 2020

Viele Menschen jammern und klagen, weil es ihnen immer wieder etwas fehlt. Manchen fehlt das Geld, manchen an Aufmerksamkeit oder Liebe… Und so versuchen sie ihr Bedarf irgendwie zu stillen. So fangen sie an, zu stehlen, sich zu prostituieren oder andere verkehrte Dinge zu machen, von denen sie versuchen die Befriedigung ihres Mangels zu bekommen. Trotzdem bleiben die meisten weiterhin arm und armselig, weil nichts ihr Mangel stillen kann.
Als Gott den Menschen erschaffen hat, hat Er ihm alles gegeben, was es auf der Erde gab, sodass es ihm an nichts gemangelt hat. Erst durch die Sünde verlor der Mensch alles, weil der Teufel ihm alles geraubt hat.

Als Kind Gottes bekomme ich alles, was der Feind mir gestohlen hat wieder zurück, weil meine Beziehung zu Gott, der ja alles besitzt und dem alle Mächte untertan sind, durch Jesus wieder aufgebaut wurde. Jetzt liegt es an mir, ob ich von dem Besitz Gottes etwas nehme oder nicht.
In der Geschichte vom verlorenen Sohn gibt es zwei Brüder. Einer hat sein Erbe verschwendet und kam mit nichts zurück zum Vater, wie auch die meisten Sünder, die zu Gott kommen. Und der zweite Bruder lebte immer mit seinem Vater und durfte von seinem Reichtum immer für sich etwas nehmen. Das tat lange Zeit nicht und beschwerte sich dann bei ihm, dass er nicht mal mit seinen Freunden feiern könnte. Der Vater meinte aber: „Was meins ist, ist auch deins! Du hättest Dir alles nehmen können.“ So sind auch viele Christen, die ihr Leben lang Gott mit Fleiß dienen, um irgendwann im Himmel eine fette Feier zu haben, anstatt jetzt schon von Ihm zu nehmen, was sie brauchen, weil es auch ihnen gehört.

Nun, um etwas vom Vater zu nehmen, den man nicht sieht, braucht man Glauben und Mut. Den geben uns Gottes Verheißungen, die wir in Anspruch nehmen dürfen. Gott verspricht uns nicht, was Er uns nicht geben kann. Warum denn noch zweifeln, wenn wir als Königskinder die Erben sind und alles, was unserem Vater gehört, auch uns gehört.

Der Herr ist mein Versorger

22. November 2019

Ich bin in der ehemaligen Sowjetunion geboren und aufgewachsen, wo wir nicht im Saus und Braus gelebt haben, aber richtig arm waren wir irgendwie auch nicht. Das hatten wir nicht nur unserer kleinen Landwirtschaft, sondern auch meinem Vater zu verdanken, der uns immer gut versorgt hat. Mit 40 Jahren ist er aber verstorben, als ich bereits 2 Jahre gläubig war. Wir sind dann zwei Monate nach dem Tod meines Vaters nach Deutschland umgesiedelt, wo wir dann die erste Zeit Sozialhilfe bekamen. Das war aber nicht besonders viel, deswegen habe ich zum ersten Mal Gott um Seine Hilfe gebeten. Ich habe Ihm im Gebet gesagt, dass Er doch mein Versorger ist und es nicht zulassen würde, mich Mangel leiden zu lassen. Nach diesem Gebet bekam ich 6 Monate lang 100 DM – Scheine, eingewickelt in Alufolie, in einem Briefumschlag ohne Absender auf meinen Namen bekommen. Das war genau die Zeit, in der wir das Geld nötig hatten und Gott hat mir damit gezeigt, dass Er mein Versorger ist. Danach fiel es mir leichter, mir keine Sorgen um meine Finanzen oder meine Existenz zu machen. Diese Erfahrung bewirkte in mir das Vertrauen zu Gott als meinem Versorger. Und so habe ich im Laufe der vielen Jahren immer wieder erlebt, wie Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche.

Letztes Jahr hat Er mir nochmal deutlich gezeigt, dass Er mich nicht nur versorgen, sondern auch vorsorgen kann. So bekam ich im September eine Mail von einem Bruder aus der Schweiz, der meine Andachten liest, in der er mir geschrieben hat, dass er mir einen Betrag überweisen will, der 1. für Kinderkleidung, 2. für ein Geschenk für meine Frau und 3. fürs Autoreparatur sein sollte. Ich habe dann überlegt: „Ok, meine Kinder bräuchten tatsächlich neue Kleidung und meine Frau hätte bald Geburtstag, aber was ist mir meinem Auto los?“ Da ich zu der Zeit gerade in Darmstadt war, wo ich mit meinem Auto gut hingekommen bin und keine Mängel festgestellt habe, konnte ich mir noch nicht vorstellen, was da repariert werden soll. Als ich aber zuhause fast angekommen bin, hörte ich komische Geräusche beim Bremsen und musste das Auto zur Werkstatt bringen, um kaputte Bremsbelege zu ersetzen. Und als ich die Reparatur bezahlen musste, war das Geld dafür schon da. Und wie soll ich mir da noch Sorgen machen?

Gott ist mein Versorger, mein Vorsorger und mein Fürsorger. Seine Hilfe kommt niemals zu spät. Auf ihn kann ich mich als Sein Kind 100%ig verlassen und in diesem Vertrauen absolut frei von Ängsten und Sorgen leben.