Ist der Glaube eine Meinung?

18. Dezember 2020

Wenn ich manchen Menschen über meinen Glauben an Gott berichte, werde ich oft unterbrochen, weil sie mir sagen wollen: „Ich bin aber einer anderer Meinung…“ Dann erzählen sie mir ihre Meinung, mit der sie oft Gottes Existenz leugnen und alles lieber als Zufall bezeichnen. Aber auch solche Menschen glauben an etwas, auch wenn sie nicht an den lebendigen Gott glauben.

So glauben viele ihren Lehrern in der Schule oder in der Uni und versuchen das gelernte im Leben umzusetzen. Nur wenige widersprechen ihren Lehrern, weil sie sich anderweitig weiterbilden und manche Dinge wissen, die sogar ihre Lehrer nicht kennen. So sind sie dann oft anderer Meinung und glauben jemandem anders, der etwas besser weiß, als ihr Lehrer.
Nun der Glaube für viele Christen ist oft nur eine Meinung, weil sie meinen, dass die Bibel recht hat und Gott existieren könnte. Nur die Christen, die ihren Glauben praktisch nutzen, erfahren, dass der Glaube viel mehr als nur eine Meinung ist.

Die Meinung kann man ja ändern, aber den Glauben an den lebendigen Gott nicht. Entweder ich bleibe Ihm in meinem Glauben treu oder ich lebe ohne Ihn, egal welche Meinung ich zu bestimmten Dingen noch habe.
Momentan streiten sich viele Christen über ihre Meinung zur aktuellen Lage in der Welt, aber wenn sie sich stattdessen zusammentun würden und gemeinsam Gott bitten würden, dass Sein Wille geschieht, dann kann Gott viel mehr tun, als wenn wir unsere Zeit mit sinnlosen Diskussionen verschwenden.

Ich bin zum Beispiel mit meiner Chefin in vielen Dingen auch unterschiedlicher Meinung, aber das hindert uns nicht, gemeinsam zu beten und Gott im Gebet zu erfahren, weil wir uns darauf fokussieren, Gottes Willen zu erkennen und danach zu handeln. Alles andere, auch unsere Meinungen sind dabei unwichtig.

Braucht man Glauben, um zu geben?

25. September 2020

Gott hat viele wunderbare geistliche Gesetze erschaffen, die oft auch ohne direkte Beziehung zu Ihm funktionieren. Eins von diesen Gesetzen ist das Gesetz des Gebens. Wer gibt, dem wird gegeben werden. So sagt das Wort Gottes und so passiert es tatsächlich.
Mein Schwiegervater zum Beispiel, der Jesus persönlich nicht kennt, hat immer gern gegeben. Manchmal Geld, manchmal was anderes. So erlebte er auch, dass er vielfach zurückbekommt. Er bekam schon paar Mal die Rentenerhöhung und fand immer wieder Geld auf der Straße. Ich habe gestaunt, dass er dabei immer sagte: „Gott hat es mir geschickt!“
Na, wenn Gott jemanden segnet, der ihn gar nicht persönlich kennt, um wie viel mehr würde Er Seine Kinder segnen, wenn sie mit Freude geben würden.

Und da wären wir schon wieder bei dem Problem, das vielen Christen das Leben schwer macht: Unglaube! Ja, ich brauche beim Geben den Glauben, dass mir das den Segen bringt. Als die alte Witwe ihre paar Groschen geopfert hat, meinte Jesus, dass sie mehr gegeben hat, als alle anderen. Weil sie den Glauben hatte, dass Gott sie nicht im Stich lassen würde und gut für sie sorgen wird. Wenn ich beim Geben aber Angst habe, dass ich danach dann weniger haben werde oder sogar in die Not gerate, dann habe ich keinen Glauben.
Interessant ist, dass manche Christen ihr Geld in die Lotto-Scheine investieren und erwarten, dass Gott die Lotto-Zahlen so bewegt, dass sie gewinnen. Meistens haben sie hinterher noch weniger als sie hatten. Wer aber sein Geld, seine Zeit und seine Energie in das Reich Gottes investiert, der wird sich über keinen Mangel beklagen müssen.
Glaubst Du, dass Gott sich um Dich kümmern wird, auch wenn Du Ihm alles gibst oder hast Du Angst, dass Dir etwas fehlen könnte?
Wenn Du ohne Glauben gibst, dann wundere Dich nicht, dass Du hinterher noch weniger hast. Glauben lohnt sich!

Geschenk des Lebens

Wenn man als Kind etwas bekommen hat, was man sich schon lange gewünscht hat, dann fühlte es sich so an, als wäre das ein „Geschenk des Lebens“, also etwas, was man nicht so oft bekommt.
Solche Geschenke verlieren zwar mit der Zeit an Bedeutung und sind nicht mehr so interessant, weil man sich auch weiterentwickelt oder das Geschenk geht kaputt, aber der Schenker bleibt meistens immer in Erinnerung, weil er mit seinem Geschenk eine große Freude ausgelöst hat.
So ähnlich ist es auch mit dem Geschenk des Lebens, das wir von Gott bekommen haben. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie groß meine Freude an dem Tag war, als der Geist Gottes mich erfüllt hat. So eine Freude habe ich noch nie im Leben erfahren. Ich wollte auch bei jedem angeben, was für ein „cooles Geschenk“ mit Gott geschenkt hat. Da ich das Geschenk immer noch habe, kann ich Gott immer noch dafür danken und preisen, aber auch immer wieder darüber erzählen.
Meine Kinder haben Überfluss an geschenkten Spielsachen, von denen die meisten irgendwo in der Wohnung verteilt liegen und nicht mehr beachtet werden. Ich musste aber in meiner Kindheit sehr sorgfältig mit meinen Spielsachen umgehen, weil es nicht viele waren. Deswegen waren sie für mich auch sehr wertvoll. Das Geschenk Gottes ist für mich auch sehr wertvoll! Auch wenn man im Leben auch von anderen Menschen beschenkt wird und in die Versuchung kommen kann, Gottes Geschenk zu vernachlässigen, will ich es auf jeden Fall für immer bei mir behalten.
Nun, das Geschenk Gottes ist fürs Auge nicht sichtbar, deswegen wird es im Glauben empfangen und im Glauben behalten. Wenn man den Glauben aufgibt, dann schmeißt man auch das Geschenk weg. Wer aber im Glauben lebt, der ist für immer und ewig beschenkt und kann sogar andere beschenken. Ist das nicht wunderbar?
PS: Hat Dir mein Beitrage gefallen? Dann…

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Freude, die von Innen kommt

17. Juli 2020

Als ich 1993 nach Deutschland kam und zwei Jahre später in einer Gemeinde „Es ist Freude, die von Innen kommt! Freude, die mir niemand nimmt! Herr Du machst mein Leben hell mit dem Licht Deiner Liebe!“ im Lobpreis mitgesungen habe, wunderte ich mich, dass die Gesichter der Geschwister nicht besonders fröhlich ausgesehen haben. Beim Kaffee-Trinken nach dem Gottesdienst haben sich viele über ihre Nöte beklagt, mit denen sie gerade zu kämpfen haben und tauschte ihre Gebetsanliegen aus. Das könnte natürlich der Grund der fehlenden Freude sein, aber das ist auch ein Zeichen des fehlenden Glaubens.
Was hat der Glaube mit der Freude zu tun? Nun, es kommt natürlich darauf an, was und wem man glaubt. Wenn man einer Wahrsagerin glaubt, die sagt, dass man nächste Woche von einem Auto überfahren wird, dann wird man eher traurig. Wenn man aber Jesus glaubt, der sagt: „Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“, dann sollte man sich irgendwie glücklich schätzen und sich freuen können.
Der größten Feinde der Freude Gott in unseren Herzen sind Ängste und Sorgen. Wer in Angst und Sorge lebt, kann Gott nicht vertrauen und deswegen fehlt ihm auch jegliche Freude. Wer aber im Glauben lebt, dass Gott nichts Böses in Seinem Leben zulassen kann, der kanns sich sogar in der Not freuen. Ich weiß das, weil ich das erfahren habe. Ich habe viele Nöte hinter mir, aber sie alle dienen zu meinem Besten.
Als Jesus den Jüngern sagte, dass sie sich freuen sollten, wenn sie verfolgt werden, klingt das so, als würde Er scherzen. Wie kann man sich freuen, wenn einem Schmerzen hinzugefügt werden? Da würde Jesus vielleicht so beantworten: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“. Im Glauben ist man in der Lage, sich zu freuen, selbst wenn die Umstände bedrückend sind, weil man sicher sein kann, dass Gott garantiert die Lösung schenken wird.
Lebe im Glauben, lebe in Freude, lebe mit Gott!

Der Werbung glauben und Gott nicht?

Die ganze Werbeindustrie ist nur darauf bedacht, uns etwas zu verkaufen. Ihre Aufgabe ist, Menschen zu überzeugen, dass sie etwas brauchen, was sie noch nicht haben, damit sie es sich besorgen. Interessant dabei ist, dass die Menschen der Werbung glauben und oft Dinge kaufen, die sie eigentlich nicht wirklich brauchen. Warum die gleichen Menschen so ein großes Problem haben, jemandem zu Glauben, der ihnen das Evangelium verkündigt, ist mir ein großes Rätsel. Der Evangelist macht ja auch Werbung für ein „Produkt“, das man sogar umsonst bekommen kann. Warum will es niemand?
Nun, wenn man jemandem was schenkt, dann fühlt sich der Beschenkte meistens schuldig, etwas dafür zurückgeben zu müssen. Meistens reicht schon ein Dankeschön, doch für viele ist es zu wenig. Wenn man also das Evangelium umsonst anbietet, will sich niemand schuldig fühlen, etwas dafür tun zu müssen, bis man ihnen erklärt, dass Jesus keine Leistung dafür von uns braucht und dass Er mit einem herzlichen Dankeschön zufrieden wäre. Jesus sagte auch seinen Jüngern: „Umsonst habt ihr’s bekommen, umsonst gebt auch weiter!“ Dass Gottes Gnade umsonst, aber nicht billig oder schlecht ist, können nur unsere Zeugnisse am besten überzeugen.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich früher öfter falschen Versprechen aus der Werbung geglaubt habe und das kostete mir einiges an Taschengeld. Das zerstörte auch mein Vertrauen zu der Werbung, weil man da leicht betrogen und manipuliert werden kann. Bei Gott ist es anders. Je mehr ich Seinem Wort glaubte, desto stärker wurde auch mein Vertrauen zu Ihm, weil Er Sein Wort immer gehalten hat und alles erfüllte, was Er mir versprach.
Seit vielen Jahren schon mache ich „Werbung“ für Gott. Doch das funktioniert ein wenig anders, nicht wie bei der Werbung der neuen Spagetti-Sousse, bei der die Schauspieler zwar schmatzen und genussvoll „Lecka!“ rufen, doch den Geschmack kann man als Zuschauer nicht spüren. Wenn ich aber Werbung für Gott mache, kommt der Empfänger des Evangeliums sofort in den Genuss des lebendigen Gottes.
Warum viele Menschen unserer „Werbung“ des Evangeliums nicht glauben? Weil wir sie ihnen „unprofessionell“ präsentieren. Wenn ich einem Ungläubigen erzähle, was er alles nicht darf, wenn er zum Glauben kommt, dann war das eine Schlechte „Werbung“.     Wenn eine Spagetti-Sousse angeworben wird, wird in der Werbung auch nicht erzählt, dass man bei Unverträglichkeit davon Durchfall kriegen könnte.
Wie gesagt, die beste Werbung für unseren Glauben und für das Evangelium, sind unsere Zeugnisse. Je mehr man davon hat, desto überzeugender ist unsere „Werbung“.

 

Warum lässt Gott die Krisen zu?

10. April 2020

Jeder von uns muss mal durch eine Krise durch. Ob es eine persönliche Krise, Glaubenskrise, Wirtschaftskrise, Finanzkrise oder noch irgendeine Krise ist, keinem Menschen geht damit gut. Gott ist aber trotzdem gut! Es passiert nichts, auch keine Krisen, was nicht zu Seinem Plan dazugehören würde. Gerade die Corona-Krise hat uns Christen dazu gebracht, dass wir wieder aufgewacht sind und das Gebet für uns neu entdeckt haben. Aber auch die Kreativität und die Investition in die Medienpräsenz der Gemeinden hat stark zugenommen. Und haben viele Zeugnisse von Gottes starkem Wirken in China und in Italien erreicht, was auch für unseren Glauben gut ist.

Eigentlich liebe ich inzwischen die Krisen, weil sie zu etwas Neuem führen und für die Veränderungen im Leben gut sind, auch wenn man zuerst vor einem Scherbenhaufen steht.
Ja, es gibt viele Verlierer in Krisenzeiten, auch unter Christen. Dennoch kommen die Kinder Gottes aus jeder Krise als Gewinner raus. Warum? Weil sie sich an Gott klammern, der all ihre Verluste ihnen erstatten und sie noch mehr segnen kann, als sie vorher gesegnet waren. Hiob ist das beste Beispiel dafür. Der Mann hat wirklich alles verloren, doch anstatt zu jammern und zu klagen, sagte er: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, gepriesen sei der Name des Herrn!“ Er hat Gott mitten in der totalen Krise gepriesen. Seine Frau hat ihm geraten, seinen Glauben an den liebenden und segnenden Gott über Bord zu werfen, aber er hat wohl richtig gehandelt, als er auf sie nicht gehört hat. Als Hiob seine Krise noch nicht überwunden hat, betete er für seine Freunde, die eigentlich totalen Nervensägen waren, und erst dann kam die Erlösung und ein großer Segen über ihn.

Für mich war das eine Erkenntnis, als ich Hiobs Geschichte bis zum Ende las. Gott will nicht, dass ich mich selbst bemitleide und mich auf meine Schwierigkeiten konzentriere, sondern gerade dann, wenn mir etwas fehlt, ein Segen für die anderen zu sein. So habe nach Hiobs Vorbild angefangen, in meinen Krisenzeiten ein Segen für die anderen zu sein und heute kann ich sagen, dass es wirklich funktioniert. So wird man zum Überwinder und wenn mir etwas genommen wurde, bekomme ich von Gott viel mehr als ich je hatte.

Was ist meine Stimme wert?

Die Bibel sagt, dass das Leben und der Tod  in der Gewalt der Zunge sind. Also kann man mit einem Wort töten oder auch zum Leben erwecken.
Als Gott Mose berufen hat, sagte Er ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht ihn stumm oder taub oder sehend oder blind? Bin ich es nicht, der HERR?  So geh nun hin: Ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst! Leider hat Mose auf Gott nicht gehört und wollte Ihn überzeugen, dass er kein guter Redner sei. Da Gott aber niemanden zwingt, hat Er ihm den Aaron als Redner zur Seite gestellt. Diese Geschichte zeigt mir, dass Gott immer einen findet, der bereit ist, Sein Sprachrohr zu sein, wenn wir zu feige oder zu faul sind, uns dafür zur Verfügung zu stellen.
Auch wenn ich mich am besten mit geschriebenen Worten ausdrucken kann und eigentlich keine Gabe des Redens habe, habe ich vor vielen Jahren angefangen zu beten: „Herr, sprich durch mich!“
Zu meinem Erstaunen begann ich mutiger zu werden und mit fremden Menschen über meinen Glauben zu reden. Das hat mich damals auf den Gedanken gebracht, dass ich als Evangelist berufen sein könnte, doch bestätigt wurde diese Vermutung nicht. Dennoch nutze ich die Gelegenheiten, die Gott mir schenkt, um mit Ungläubigen über meinen Glauben zu reden und ihnen das Evangelium persönlich und aufgrund meiner Zeugnisse nahe zu bringen.
Als ich 2018 meinen ersten Vortrag halten sollte, dachte ich, dass ich es vergeige, weil ich noch nie vor großen Menschenmengen länger als 10 Minuten gesprochen habe. Doch zu meinem Erstaunen hatte ich an dem Abend überhaupt keine Aufregung gespürt und konnte eine ganze Stunde lang Zeugnisse aus meinem Leben fließend erzählen. Wie ich an dem Abend merkte, ist es gar nicht so schwer, seinen Mund für Gott aufzumachen, wenn Er durch mich sprechen will.
Du musst keine Bibelschule oder Rhetorik-Kurs besucht haben, um Gottes Sprachrohr zu sein. Gott hat viel durch Dich zu sagen und das nicht nur in Form eines Blogbeitrags oder einer WhatsApp-Nachricht. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es ein großes Vorrecht ist, für und mit Gott zu sprechen, sogar auch wenn Du stotterst.  Für Gott ist Deine Stimme wertvoller als Gold! Stelle sie Ihm zur Verfügung.

PS: Morgen habe ich Geburtstag und als Geschenk, würde ich mich über die Einladung zu einem Vortrag freuen:

 

Eine Schreckensnachricht nach der anderen…

27. März 2020

Wenn ich das 7. Kapitel des Buchs Hesekiel lese, habe ich das Gefühl, dass er über unsere Zeit heute schreibt. So wie im Vers 26: Unglück über Unglück kommt und eine Schreckensnachricht nach der anderen! Das ist doch was wir gerade erleben. Die Schreckensnachrichten sehen wir täglich im Fernsehen oder in unserer Facebook-Timeline. Das Blöde dabei ist aber, dass die Menschen sich erschrecken lassen! So wie mit dem Coronavirus, wegen dem die Menschen sich zuhause verstecken und öffentliche Versammlungen meiden, weil sie Angst haben, von einem „lebensgefährlichen“ Virus umgebracht zu werden.

Nun, dass die Angst kommt, hat Hesekiel auch erwähnt und Frieden werden Menschen auch nicht finden können, weil sie ihn nicht bei Gott suchen. Was ich aber absolut nicht verstehen kann, dass auch Christen sich in diese Angst versetzen lassen. Als ich las, dass eine Gemeinde den Heilungsgottesdienst abgesagt hat, weil angeblich viele ältere Leute kommen würden, die von dem Coronavirus gefährdet werden könnten, musste ich lachen und weinen gleichzeitig. Ein Heilungsgottesdienst sollte doch gerade für Infizierte richtig sein. Oder? Man will ja für die Heilung beten oder verstehe ich das falsch?
Sorry, aber zu sagen, dass man an den allmächtigen Gott glaubt und sich vor einem Virus zu fürchten, passt irgendwie nicht zusammen. Entweder man glaubt oder man hat Angst und Zweifel. Leider beobachte ich gerade in unserer westlichen christlichen Welt, dass der lebendige Glaube, der sich sicher im lebendigen Gott fühlt, immer schwächer und durch irgendwelche Philosophien ersetzt wird. Anstatt, die frohe und ermutigende Botschaft zu verkündigen, verbreiten viele Christen die Schreckensnachrichten über Facebook und Twitter, vor denen sie sich selbst fürchten. Jesus gefällt das ganz sicher nicht. Er will, dass wir in Seiner Kraft leben und Sein Evangelium verkündigen. Er will, dass wir die Wahrheit (Ihn selbst) kennen und sie weitererzählen. Kein Coronavirus oder andere Epidemie kann uns schaden, wenn wir in Christus geborgen sind. Angst kommt beim Kind Gottes nur dann, wenn er in der Sünde lebt. Wer aber ein heiliges Leben lebt und sich vom Geist Gottes führen lässt, hat nichts zu befürchten.

Mein Tipp: Lass Dich von keinen Schreckensnachrichten erschrecken. Schau Dir keine Nachrichten am besten an. Glaub mir, Du wirst nichts verpassen. Stattdessen höre, was Gott Dir sagen will, denn Er weiß besser, was wirklich wichtig ist.

Wenn Gott mit Dir spazieren geht

20. März 2020

Manchmal, wenn ich im Wald spazieren gehe und bete, wünsche ich mir, dass Jesus leibhaftig neben mir geht und ich Ihm immer wieder in die Augen schauen kann und wir einander anlächeln können. Leider wird das erst im Himmel möglich sein, dass wir einander in die Augen schauen können, im Glauben geht es aber schon auf dieser Erde. Egal wohin ich gehe, kann ich ganz sicher sein, dass Jesus mit mir geht, und wenn ich mit dem Auto fahre, sitzt Er auf dem Beifahrersitz und wenn ich kurz unaufmerksam werde, drückt Er auf die Bremse, um einen Unfall zu verhindern.
Für mich ist Jesus schon lange nicht mehr weit weit weg, sondern immer da, in meiner unmittelbaren Nähe. Warum ich mir so sicher bin? Weil ich es schon so oft ganz eindeutig erlebt habe und immer noch täglich erlebe. Ja, Er lässt mich manchmal stolpern, aber Er hilft mir dann auch, wieder aufzustehen und weiter zu gehen. Ohne Jesus an meiner Seite, hätte mein Leben überhaupt keinen Sinn und ich wäre wirklich verloren.

So bin ich dem Vater so dankbar, dass ich so einen treuen Freund wie Jesus an meiner Seite habe, der aus meinem alltäglichen Leben nicht mehr auszudenken ist. Er lässt mich auch Blödsinn machen und falsche Entscheidungen treffen, aber Er sagt dann nicht: „Siehste! Hab ich doch gesagt, dass das daneben geht!“ Nein, Er nimmt mich in Seine Arme und spricht mir Trost und Mut zu. Er lässt mich aus eigenen Fehlern lernen und meine schlimmsten Erfahrungen mir zum Besten dienen.
Wenn ich mit meinem vierjährigen Sohn unterwegs bin, will er mich immer an der Hand halten, weil er sich so sicherer fühlt. Er kann mir als seinem Vater vertrauen, weil er inzwischen weiß, dass ich ihn nicht in die Gefahr bringen werde. Wenn er aber manchmal Lust auf Eigenwilligkeit hat und sich nicht an meine Hand hält, passiert es oft, dass er fällt oder sich sogar verletzt.
Das ist mit unserem Vater im Himmel ähnlich: Wenn wir uns an Seine Hand halten, passiert uns nichts Böses, aber sobald wir „unser Ding“ machen wollen und uns nicht mehr an Seine Hand halten wollen, dann bringen wir uns selbst in die Gefahr.

Zu alt und zu schwach? Dann genau richtig für Gott!

21. Februar 2020

Mit meinen fast 45 Jahren bin ich nicht mehr der Jüngste und werde jeden Tag älter. Das merke ich nicht nur an den grauen Haaren in meinem Bart, sondern auch an der fehlenden Energie eines jungen Mannes, der ich erst vor kurzem war. Doch, im Vergleich zu vielen anderen Altersgenossen, habe ich keine Angst vor dem Älterwerden. Auch wenn meine Rente unsicher ist und mein Körper schwächer wird, habe ich keinen Grund, um mir Sorgen zu machen und auf meine eigene Kraft will ich mich eh nicht verlassen. Außerdem sagt das Wort Gottes, dass Gott in den Schwachen mächtig ist. Das ist eine Verheißung, die ich bereits in meinen jungen Jahren als Gottes lebendige Wahrheit erlebt habe, denn ich war eher ein schwacher Typ, der viel an sich selbst gezweifelt hat. Gott hat mich schon früher erfahren lassen, dass besonders dann, wenn ich am Schwächsten bin, kann Er ganz stark in mir wirken.

Ein bekannter Pastor im Ruhestand sagte mir mal, dass er als Pastor eigentlich nie das „Rentenalter“ erreichen wird, weil Gott ihn auch nach dem Antrag bei der Rentenversicherung bis zu seinem Ende gebrauchen will.
Ich bin inzwischen 29 Jahre mit Jesus unterwegs, aber ich spüre jeden Tag immer stärker, dass Er mich noch viel mehr gebrauchen möchte, als Er das bereits in all den Jahren getan hat. Warum sollte ich aufhören zu glauben, dass Gott durch mich Seine mächtigen Werke vollbringen kann, nur weil ich älter werde? Das wird nur einem nutzen: dem Teufel. Er will, dass ältere Christen sich nach all den Arbeitsjahren endlich „entspannen“ und ihn bei seinen mörderischen Plänen nicht stören. Er will uns als alte, unbrauchbare Säcke abstempeln und redet uns das noch ein. Gott aber will besonders die älteren Generation gebrauchen, um die neue Generation zu stärken, zu umbeten, zu ermutigen, die nicht so einfach haben in dieser verwirrten Welt. Wenn ich auf einige ältere Geschwister früher nicht gehört hätte, dann würde mir heute ein großer Schatz an Weisheit und Erkenntnis fehlen.

Deswegen möchte ich die junge Generation ermutigen, mehr Gemeinschaft mit älteren Geschwistern zu haben, um etwas mehr von ihnen zu lernen und ihnen zu zeigen, dass sie immer noch gebraucht sind. So können sie sich auch im hohen Alter nützlich machen und Gott kann durch sie immer noch wirken.