Ist der Glaube eine Meinung?

18. Dezember 2020

Wenn ich manchen Menschen über meinen Glauben an Gott berichte, werde ich oft unterbrochen, weil sie mir sagen wollen: „Ich bin aber einer anderer Meinung…“ Dann erzählen sie mir ihre Meinung, mit der sie oft Gottes Existenz leugnen und alles lieber als Zufall bezeichnen. Aber auch solche Menschen glauben an etwas, auch wenn sie nicht an den lebendigen Gott glauben.

So glauben viele ihren Lehrern in der Schule oder in der Uni und versuchen das gelernte im Leben umzusetzen. Nur wenige widersprechen ihren Lehrern, weil sie sich anderweitig weiterbilden und manche Dinge wissen, die sogar ihre Lehrer nicht kennen. So sind sie dann oft anderer Meinung und glauben jemandem anders, der etwas besser weiß, als ihr Lehrer.
Nun der Glaube für viele Christen ist oft nur eine Meinung, weil sie meinen, dass die Bibel recht hat und Gott existieren könnte. Nur die Christen, die ihren Glauben praktisch nutzen, erfahren, dass der Glaube viel mehr als nur eine Meinung ist.

Die Meinung kann man ja ändern, aber den Glauben an den lebendigen Gott nicht. Entweder ich bleibe Ihm in meinem Glauben treu oder ich lebe ohne Ihn, egal welche Meinung ich zu bestimmten Dingen noch habe.
Momentan streiten sich viele Christen über ihre Meinung zur aktuellen Lage in der Welt, aber wenn sie sich stattdessen zusammentun würden und gemeinsam Gott bitten würden, dass Sein Wille geschieht, dann kann Gott viel mehr tun, als wenn wir unsere Zeit mit sinnlosen Diskussionen verschwenden.

Ich bin zum Beispiel mit meiner Chefin in vielen Dingen auch unterschiedlicher Meinung, aber das hindert uns nicht, gemeinsam zu beten und Gott im Gebet zu erfahren, weil wir uns darauf fokussieren, Gottes Willen zu erkennen und danach zu handeln. Alles andere, auch unsere Meinungen sind dabei unwichtig.

Bereit zu sterben?

6. November 2020

Die Pharmaindustrie macht Milliarden-Umsätze jährlich und das eigentlich nur aus einem Grund: Menschen haben Angst vor dem Tod. Um ihr Leben irgendwie zu behalten, sind sie bereit alles mögliche zu schlucken, was ihnen der Apotheker in die Tüte legt.

Aber wo kommt diese Angst vor dem Tod her?
Nun, ihr Ursprung ist der Sündenfall des Menschen, der dadurch den Anspruch auf ewiges Leben im Reich Gottes verloren hat und schon bald gemerkt hat, dass er sterblich geworden ist. Durch die verlorene Beziehung zu Gott, gibt’s auch keine gute Alternative für ein ewiges Leben. So trösten sich viele Atheisten, dass nach dem Tod einfach nichts mehr passiert.

Ich wurde oft mit dem Tod konfrontiert und sollte eigentlich schon längst nicht mehr auf dieser Erde sein. Das wäre mir zwar auch recht, denn ich hätte schon mein Quartier im Himmel beziehen können, aber Gott hat noch einiges mit mir auf dieser Erde vor. Und das gibt mir die Sicherheit, dass ich solange nicht sterben werde, bis der Plan Gottes für mich auf dieser Erde nicht erfüllt ist. Ich bin aber jede Zeit bereit, diese Welt zu verlassen, egal wie es dazu kommt. Ja, ich werde nicht alles schaffen, was ich mir vorgenommen habe, aber das ist totall unwichtig. Wichtig ist, dass mein Leben auf dieser Erde mit einer Verbundenheit mit Gott endet.

Jesus sagte voraus, dass man uns wegen unseres Glaubens sogar töten wird. Aber sollte uns das stören? Wir haben einen neuen Geist und werden nach dem Tod neue Leiber bekommen, die unsterblich sind. Warum sollten wir uns um unser Leben auf Erden fürchten und uns nur damit beschäftigen, um es zu behalten? Unser Leben ist Jesus Christus, der den Tod und den Teufel besiegt hat! Vergiss das niemals!

Was ist ein guter Christ?

30. Oktober 2020

Gibt’s sowas überhaupt? Würde Jesus zum Schluß sagen: „Du warst ein guter Christ, deswegen darfst Du in mein Reich einziehen!“ oder „Du warst ein schlechter Christ, deswegen musst Du bitte in die Hölle!“ ?
Ich glaube nicht daran. Es klingt ja so, als würde ich meinem Sohn sagen: „Du bist ein schlechter Schwabenland, weil Du Dich nicht gut benimmst! Raus aus meinem Haus!“ Er ist ja mein Kind, egal was er für negativen Eigenschaften hat.

Für Gott ist wirklich Wurscht, ob Du ein guter oder schlechter Christ bist. Für Ihn gibt’s eigentlich keine Christen, sondern nur Seine Kinder oder eben nicht. Wer vom Neuen geboren ist, ist sein Kind, wer nicht, der eben nicht. Da nützt auch nichts, die Bibel auswendig zu lernen und alles wörtlich zu befolgen, was dort geschrieben steht, denn ohne den Geist Gottes innen drin, wird man das meiste eh falsch interpretieren und falsch umsetzen.

Ich nenne mich zwar Christ, aber ich bin eigentlich bloß ein Kind Gottes, zu dem ich durch Jesus Christus und durch den Heiligen Geist geworden bin. Ja, ich bin noch in meiner alten Natur gefangen und mache immer noch viele Fehler, aber deswegen bin ich für Gott weder gut noch böse. Ich bleibe immer sein geliebtes Kind. Und es liegt nicht an Gott, sondern an meinem Lebensstill, ob Er mir ganz nahe ist oder auf Abstand geht, weil ich mich mit der Sünde beschäftigen will.

Unser Ziel sollte niemals sein, ein guter Christ zu werden, sondern dem Vater zu gehorchen und Ihm zu gefallen. Auch wenn mich viele Menschen kritisch beobachten und mich in ihre Schubladen stecken, sollte mich das überhaupt nicht stören, weil ich weiß, wer ich für Gott bin. Und Er nennt mich bestimmt nicht Christ, weil Er meinen Namen kennt. Ich bin sein Kind. Basta!

Warum lässt Gott die Krisen zu?

10. April 2020

Jeder von uns muss mal durch eine Krise durch. Ob es eine persönliche Krise, Glaubenskrise, Wirtschaftskrise, Finanzkrise oder noch irgendeine Krise ist, keinem Menschen geht damit gut. Gott ist aber trotzdem gut! Es passiert nichts, auch keine Krisen, was nicht zu Seinem Plan dazugehören würde. Gerade die Corona-Krise hat uns Christen dazu gebracht, dass wir wieder aufgewacht sind und das Gebet für uns neu entdeckt haben. Aber auch die Kreativität und die Investition in die Medienpräsenz der Gemeinden hat stark zugenommen. Und haben viele Zeugnisse von Gottes starkem Wirken in China und in Italien erreicht, was auch für unseren Glauben gut ist.

Eigentlich liebe ich inzwischen die Krisen, weil sie zu etwas Neuem führen und für die Veränderungen im Leben gut sind, auch wenn man zuerst vor einem Scherbenhaufen steht.
Ja, es gibt viele Verlierer in Krisenzeiten, auch unter Christen. Dennoch kommen die Kinder Gottes aus jeder Krise als Gewinner raus. Warum? Weil sie sich an Gott klammern, der all ihre Verluste ihnen erstatten und sie noch mehr segnen kann, als sie vorher gesegnet waren. Hiob ist das beste Beispiel dafür. Der Mann hat wirklich alles verloren, doch anstatt zu jammern und zu klagen, sagte er: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, gepriesen sei der Name des Herrn!“ Er hat Gott mitten in der totalen Krise gepriesen. Seine Frau hat ihm geraten, seinen Glauben an den liebenden und segnenden Gott über Bord zu werfen, aber er hat wohl richtig gehandelt, als er auf sie nicht gehört hat. Als Hiob seine Krise noch nicht überwunden hat, betete er für seine Freunde, die eigentlich totalen Nervensägen waren, und erst dann kam die Erlösung und ein großer Segen über ihn.

Für mich war das eine Erkenntnis, als ich Hiobs Geschichte bis zum Ende las. Gott will nicht, dass ich mich selbst bemitleide und mich auf meine Schwierigkeiten konzentriere, sondern gerade dann, wenn mir etwas fehlt, ein Segen für die anderen zu sein. So habe nach Hiobs Vorbild angefangen, in meinen Krisenzeiten ein Segen für die anderen zu sein und heute kann ich sagen, dass es wirklich funktioniert. So wird man zum Überwinder und wenn mir etwas genommen wurde, bekomme ich von Gott viel mehr als ich je hatte.

Wenn Gott mit Dir spazieren geht

20. März 2020

Manchmal, wenn ich im Wald spazieren gehe und bete, wünsche ich mir, dass Jesus leibhaftig neben mir geht und ich Ihm immer wieder in die Augen schauen kann und wir einander anlächeln können. Leider wird das erst im Himmel möglich sein, dass wir einander in die Augen schauen können, im Glauben geht es aber schon auf dieser Erde. Egal wohin ich gehe, kann ich ganz sicher sein, dass Jesus mit mir geht, und wenn ich mit dem Auto fahre, sitzt Er auf dem Beifahrersitz und wenn ich kurz unaufmerksam werde, drückt Er auf die Bremse, um einen Unfall zu verhindern.
Für mich ist Jesus schon lange nicht mehr weit weit weg, sondern immer da, in meiner unmittelbaren Nähe. Warum ich mir so sicher bin? Weil ich es schon so oft ganz eindeutig erlebt habe und immer noch täglich erlebe. Ja, Er lässt mich manchmal stolpern, aber Er hilft mir dann auch, wieder aufzustehen und weiter zu gehen. Ohne Jesus an meiner Seite, hätte mein Leben überhaupt keinen Sinn und ich wäre wirklich verloren.

So bin ich dem Vater so dankbar, dass ich so einen treuen Freund wie Jesus an meiner Seite habe, der aus meinem alltäglichen Leben nicht mehr auszudenken ist. Er lässt mich auch Blödsinn machen und falsche Entscheidungen treffen, aber Er sagt dann nicht: „Siehste! Hab ich doch gesagt, dass das daneben geht!“ Nein, Er nimmt mich in Seine Arme und spricht mir Trost und Mut zu. Er lässt mich aus eigenen Fehlern lernen und meine schlimmsten Erfahrungen mir zum Besten dienen.
Wenn ich mit meinem vierjährigen Sohn unterwegs bin, will er mich immer an der Hand halten, weil er sich so sicherer fühlt. Er kann mir als seinem Vater vertrauen, weil er inzwischen weiß, dass ich ihn nicht in die Gefahr bringen werde. Wenn er aber manchmal Lust auf Eigenwilligkeit hat und sich nicht an meine Hand hält, passiert es oft, dass er fällt oder sich sogar verletzt.
Das ist mit unserem Vater im Himmel ähnlich: Wenn wir uns an Seine Hand halten, passiert uns nichts Böses, aber sobald wir „unser Ding“ machen wollen und uns nicht mehr an Seine Hand halten wollen, dann bringen wir uns selbst in die Gefahr.

Zu alt und zu schwach? Dann genau richtig für Gott!

21. Februar 2020

Mit meinen fast 45 Jahren bin ich nicht mehr der Jüngste und werde jeden Tag älter. Das merke ich nicht nur an den grauen Haaren in meinem Bart, sondern auch an der fehlenden Energie eines jungen Mannes, der ich erst vor kurzem war. Doch, im Vergleich zu vielen anderen Altersgenossen, habe ich keine Angst vor dem Älterwerden. Auch wenn meine Rente unsicher ist und mein Körper schwächer wird, habe ich keinen Grund, um mir Sorgen zu machen und auf meine eigene Kraft will ich mich eh nicht verlassen. Außerdem sagt das Wort Gottes, dass Gott in den Schwachen mächtig ist. Das ist eine Verheißung, die ich bereits in meinen jungen Jahren als Gottes lebendige Wahrheit erlebt habe, denn ich war eher ein schwacher Typ, der viel an sich selbst gezweifelt hat. Gott hat mich schon früher erfahren lassen, dass besonders dann, wenn ich am Schwächsten bin, kann Er ganz stark in mir wirken.

Ein bekannter Pastor im Ruhestand sagte mir mal, dass er als Pastor eigentlich nie das „Rentenalter“ erreichen wird, weil Gott ihn auch nach dem Antrag bei der Rentenversicherung bis zu seinem Ende gebrauchen will.
Ich bin inzwischen 29 Jahre mit Jesus unterwegs, aber ich spüre jeden Tag immer stärker, dass Er mich noch viel mehr gebrauchen möchte, als Er das bereits in all den Jahren getan hat. Warum sollte ich aufhören zu glauben, dass Gott durch mich Seine mächtigen Werke vollbringen kann, nur weil ich älter werde? Das wird nur einem nutzen: dem Teufel. Er will, dass ältere Christen sich nach all den Arbeitsjahren endlich „entspannen“ und ihn bei seinen mörderischen Plänen nicht stören. Er will uns als alte, unbrauchbare Säcke abstempeln und redet uns das noch ein. Gott aber will besonders die älteren Generation gebrauchen, um die neue Generation zu stärken, zu umbeten, zu ermutigen, die nicht so einfach haben in dieser verwirrten Welt. Wenn ich auf einige ältere Geschwister früher nicht gehört hätte, dann würde mir heute ein großer Schatz an Weisheit und Erkenntnis fehlen.

Deswegen möchte ich die junge Generation ermutigen, mehr Gemeinschaft mit älteren Geschwistern zu haben, um etwas mehr von ihnen zu lernen und ihnen zu zeigen, dass sie immer noch gebraucht sind. So können sie sich auch im hohen Alter nützlich machen und Gott kann durch sie immer noch wirken.

Was kann der Weihnachtsmann, was Jesus nicht kann?

20. Dezember 2019

Der Weihnachtsmann war ursprünglich eine Werbefigur von Coca-Cola und wurde zu einer Märchenfigur, die angeblich alle Kinderwünsche von braven Kindern erfüllen kann. Dass es nicht wirklich der Fall ist, wissen die meisten Erwachsenen. Doch viele von ihnen wissen überhaupt nicht, dass Jesus die Wünsche Seiner Kinder wirklich erfüllen kann. Und da liegt schon ein großer Unterschied zwischen Jesus und dem Weihnachtsmann: Jesus ist real und der Weihnachtsmann eine Phantasie.

Warum glauben denn immer noch so viele Menschen lieber an den Weihnachtsmann als an Jesus?

Ich denke, weil man dem Weihnachtsmann nichts zurückgeben und keine Beziehung zu ihm pflegen muss. Er kommt nur zu Weihnachten und geht dann für einen Jahr. Jesus bleibt aber jeden Tag da und will eine Beziehung zu uns haben. Er will täglich mit uns reden, Er will, dass wir Ihm allein die Ehre geben… Das ist nicht mehr so bequem, wie die meisten Menschen es gern hätten.
Jesus Christus ist eher in der Lage, den Menschen neue Hoffnung zu geben, als der Weihnachtsmann. Wenn ich verzweifelt bin, kann mir ein Poster mit einem alten, graubärtigen Mann mit der roten Mütze wenig helfen. Jesus ist aber nur ein Gebet von mir entfernt und kann mir gleich helfen.
Vielleicht sagt jemand jetzt: „Aber der Weihnachtsmann bringt viele Geschenke!“ Nun, wenn das auch wirklich so wäre, dann sind das Geschenke mit „Ablaufdatum“, weil sie nicht ewig halten. Was uns aber Jesus schenken kann, ist nicht zeitlich begrenzt, sondern gilt für ewig.
Ehrlich gesagt mag ich keine Weihnachtsfeier bei denen man sich gegenseitig mit unnützen Geschenken beschenkt, um den Anschein der Liebe, die oft fehlt, vorzutäuschen. Ich lass mich lieber im Laufe des Jahres von Jesus beschenken, dessen Liebe echt und ungeheuchelt ist. Ach ja, so eine Liebe hat der Weihnachtsmann garantiert auch nicht. Oder sehe ich das falsch?
Ich wünsche Dir auf jeden Fall eine gesegnete Weihnachtszeit und hoffe, dass Du in dieser Zeit öfter Jesus, als dem Weihnachtsmann begegnest.

[media-credit id=57 link=“https://lebemitgott.de“ align=“none“ width=“650″][/media-credit]

Leben ohne gelebt zu haben

13. Dezember 2019

Die meisten Menschen in dieser Welt sind zwar vom Anschein her lebendige Wesen, geistlich sind sie aber tot. Man hört aber von ihnen solche Worte, wie: „Man muss das Leben genießen!“ oder, „Man lebt nur einmal!“, dennoch haben sie das echte Leben gar nicht erkannt. Jesus sagte über sich, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Wenn man also Jesus nicht hat, dann hat man auch das Leben nicht. Ist doch eigentlich logisch. Oder?

Nun, leider gibt es auch viele Christen, die zwar fromm aussehen, aber wenn man ihr Leben anschaut, blickt man ins Leere. Warum? Weil sie in ihrem frommen Umfeld nur existieren. Sie machen und befolgen viele Gesetze und Regeln, die sie zwar mit der Bibel belegen können, in denen sie allerdings keine Erfüllung finden. Sie haben oft Probleme mit Humor, Freude, Vertrauen, Entspanntheit…
Für viele Menschen ist Gott ein alter, grimmiger Opa, der von oben runter schaut und guckt, wenn Er bestrafen kann. Nur die, die Ihn wirklich persönlich kennen gelernt haben, wissen, dass Er ein fröhlicher, humorvoller und liebender Gott ist. Er mag überhaupt nicht, dass man Ihn sich so schrecklich vorstellt, als wäre Er irgendein Monster.

So denken manche Leute aus meiner Umgebung, dass mir mein Leben überhaupt kein Spaß macht, weil ich mit ihnen nicht saufen oder andere Dinge tun will, die sie als lustig oder nett finden. Das ist aber überhaupt nicht der Fall. Seitdem Jesus in mein Leben gekommen ist, habe ich viel mehr Freude und Spaß am Leben, als nie zuvor. Ja, ich hatte nur eine Frau im Bett und ich habe noch nie Wodka probiert, aber Freude habe ich mehr als manche Kameraden, die ohne Flasche Bier nicht mal ein Lächeln zeigen können. Sie suchen Spaß, um ihr Leid und Kummer zu lindern, was ihnen aber meistens nicht gelingt. Ich habe Freude und Spaß am Leben, weil Jesus sich um mich kümmert und mich von meinem Leid befreit. Auch in schweren Zeiten ist Er da, um mich zu trösten und mir Mut zu machen. Ohne Jesus ist mein Leben nicht mehr vorstellbar, denn ohne Ihn wäre ich schon längst tot und das nicht nur geistlich.

 

Der Herr ist mein Versorger

22. November 2019

Ich bin in der ehemaligen Sowjetunion geboren und aufgewachsen, wo wir nicht im Saus und Braus gelebt haben, aber richtig arm waren wir irgendwie auch nicht. Das hatten wir nicht nur unserer kleinen Landwirtschaft, sondern auch meinem Vater zu verdanken, der uns immer gut versorgt hat. Mit 40 Jahren ist er aber verstorben, als ich bereits 2 Jahre gläubig war. Wir sind dann zwei Monate nach dem Tod meines Vaters nach Deutschland umgesiedelt, wo wir dann die erste Zeit Sozialhilfe bekamen. Das war aber nicht besonders viel, deswegen habe ich zum ersten Mal Gott um Seine Hilfe gebeten. Ich habe Ihm im Gebet gesagt, dass Er doch mein Versorger ist und es nicht zulassen würde, mich Mangel leiden zu lassen. Nach diesem Gebet bekam ich 6 Monate lang 100 DM – Scheine, eingewickelt in Alufolie, in einem Briefumschlag ohne Absender auf meinen Namen bekommen. Das war genau die Zeit, in der wir das Geld nötig hatten und Gott hat mir damit gezeigt, dass Er mein Versorger ist. Danach fiel es mir leichter, mir keine Sorgen um meine Finanzen oder meine Existenz zu machen. Diese Erfahrung bewirkte in mir das Vertrauen zu Gott als meinem Versorger. Und so habe ich im Laufe der vielen Jahren immer wieder erlebt, wie Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche.

Letztes Jahr hat Er mir nochmal deutlich gezeigt, dass Er mich nicht nur versorgen, sondern auch vorsorgen kann. So bekam ich im September eine Mail von einem Bruder aus der Schweiz, der meine Andachten liest, in der er mir geschrieben hat, dass er mir einen Betrag überweisen will, der 1. für Kinderkleidung, 2. für ein Geschenk für meine Frau und 3. fürs Autoreparatur sein sollte. Ich habe dann überlegt: „Ok, meine Kinder bräuchten tatsächlich neue Kleidung und meine Frau hätte bald Geburtstag, aber was ist mir meinem Auto los?“ Da ich zu der Zeit gerade in Darmstadt war, wo ich mit meinem Auto gut hingekommen bin und keine Mängel festgestellt habe, konnte ich mir noch nicht vorstellen, was da repariert werden soll. Als ich aber zuhause fast angekommen bin, hörte ich komische Geräusche beim Bremsen und musste das Auto zur Werkstatt bringen, um kaputte Bremsbelege zu ersetzen. Und als ich die Reparatur bezahlen musste, war das Geld dafür schon da. Und wie soll ich mir da noch Sorgen machen?

Gott ist mein Versorger, mein Vorsorger und mein Fürsorger. Seine Hilfe kommt niemals zu spät. Auf ihn kann ich mich als Sein Kind 100%ig verlassen und in diesem Vertrauen absolut frei von Ängsten und Sorgen leben.

Gebet des Jabez * Erfahrungen

Kennst Du das Gebet des Jabez?
Habe ich früher zwar immer wieder in der Bibel gelesen,  aber mir nie was dabei  gedacht. Erst als ich das kleine Büchlein von Bruce Wilkinson „Das Gebet des Jabez“ in die Hand bekommen habe und auf der Rückseite las: „Segne mich und erweitere mein Gebiet! Steh mir bei und halte Unglück und Schmerz von mir fern.“, habe ich das Gebet auch „ausprobiert“.

Eigentlich ist das ein ziemlich egoistisches Gebet, in dem man Gott um eigenen Segen und nicht um Segen des Nächsten bittet, aber andererseits, wenn ich selbst nicht gesegnet bin, kann ich kein Segen für die anderen sein. Oder?
Nun, obwohl ich kein Freund der auswendig gelernten Gebete bin, habe ich trotzdem wie Jabez gebetet, weil das Gebet in der Bibel steht und seine Auswirkung auf Jabez war eindeutig: Und Gott ließ kommen, was er gebeten hatte. Ja, Gott hat ihm diese egoistischen Wünsche erfüllt.

So hat mich Gott nach diesem Gebet ganz konkret mit einer Arbeit beim Christlichen Regionalfernsehen Augsburg gesegnet, wo ich mein Traumberuf auslernen kann, was mir fast 10 Jahre verwehrt war.
Mein „Gebiet“ hat sich danach auch erweitert. Ich schreibe seit vielen Jahren die Andachten und vor kurzem bekam ich einen Anruf des Betreibers des FL24-Radios aus Dresden und hat mir die Zusammenarbeit angeboten, weil Gott es ihm geboten hat.   Und seit paar Wochen schreibe ich Beiträge für einen österreichischen Blog, was sogar eine geografische Gebietserweiterung ist.
Das sind sicher keine zufällige Ereignisse, sondern konkrete Gebetserhörungen von Gott, die auf das Gebet des Jabez zurückzuführen sind.

Gebet sollte sowieso fester Bestandteil unseres Glaubenslebens sein, aber Jesus hat auch uns nicht umsonst auch „Vater unser“ beigebracht, das wir nicht bloß nachplappern sollten, sondern von ganzem Herzen und im festen Glauben.