Tag Archives for " Leben "

Mai 17

Die Not der Menschenseele

By Viktor | Geistliches Leben

Die Seele eines Menschen scheint ein sehr sensibles und sehr verletzliches Organ zu sein. Menschen mit seelischen Krankheiten gibt’s fast mehr als Menschen mit körperlichen Beschwerden. In die Seele ist es auch ganz schwer reinzuschauen, so dass viele Menschen ihre seelische Not oft hinter einer Maske verbergen.
Neulich erreichte mich eine Nachricht, dass in München sich ein 13-jähriges Mädchen erhängt hat, obwohl man bei ihr gar nichts bemerkt hat. In der Familie gabs eigentlich keine Probleme, mit denen man das Suizid erklären könnte. Aber irgendwas hat dieses Kind dazu gebracht, sich sein Leben zu nehmen. Irgendwas, was tief in der Seele verborgen war.
Dieser Vorfall hat mich an meine Teenager-Zeit erinnert, in der ich oft auch nicht mehr leben wollte, weil ich mich ungeliebt und nicht angenommen gefühlt habe. Ich hatte jedoch schon als Kleinkind große Angst vor dem Tod und hab mich deswegen nicht getraut, mich selbst umzubringen. Erst seitdem ich vor dreißig Jahren Jesus kennen lernte, wurde ich von Suizid-Gedanken ganz befreit. Da versuchte der Teufel, mich dennoch umzubringen, aber mein Gott hat mich immer davor bewahrt. Er hat mir Seine Liebe gezeigt und nur bei Ihm fühlte ich mich angenommen und geborgen. Er begann, meine Seele zu heilen und ist teilweise immer noch dabei. Größere Priorität hat für Ihn aber mein Geist. Denn je stärker mein Geist ist, desto gesünder kann auch meine Seele werden.
Unsere Seele ist voll mit Sehnsüchten, die bei vielen Menschen zu Süchten werden, weil sie nicht gestillt werden. Wenn aber nur Gott meine einzige Sehnsucht ist und mich nur nach Ihm verlangt, dann kann es zu keiner Sucht kommen und der Tod wird keine Macht mehr über mein Leben haben.
Ich muss täglich meinen Geist trainieren und lernen, weniger die Sehnsüchte meiner Seele beachten. Mein Gott sollte meine einzige Sehnsucht sein und nur wenn ich mit Ihm eng verbunden bin, dann stillt Er auch alle andere Sehnsüchte in meinem Herzen.

Mai 22

Dienen oder sich bedienen lassen?

By Viktor | Glaube

Schon seit meiner Bekehrung hatte ich auf dem Herzen, Gott zu dienen. Eigentlich ist es ganz natürliches Verlangen, wenn man den Geist Gottes in sich reinlässt. Nur das Problem war, dass alle „Dienste“ in der Gemeinde bereits besetzt waren und außer die Menschen in meiner Umgebung mit den Worten aus der Bibel anzuquatschen, sah ich keine andere Möglichkeit, Gott zu dienen. Leider hat mir auch niemand am Anfang meines Glaubenslebens geholfen, meine Gaben zu entdecken und sie als Dienst-Werkzeug einzusetzen. Mit anderen Worten, wurde ich zum braven Gottesdienst-Besucher erzogen, der brav seinen Zehnten zahlt.

So läuft es auch in den meisten modernen Gemeinden, die immer um ihre Mitglieder kämpfen. Und viele Christen, die auf der Suche nach Ihrer Bestimmung sind, werden zu Gemeinde-Nomaden und wandern von einer Gemeinde zur anderen, in der Hoffnung, dass sich irgendwo einbringen können oder einfach mehr geistliche Nahrung finde können.
Ich muss auch zugeben, dass ich lange auf der Suche nach meiner Berufung war und viele Dinge ausprobiert habe, bis ich den Weg fand, auf dem mich Gott zu meiner Berufung geführt hat und eigentlich immer noch führt. Mir ist dann irgendwann klar geworden, dass ich ganz klein anfangen und in den kleinen Diensten treu bleiben sollte. Wenn Gott sieht, dass wir im Kleinen treu sind, wird Er uns Großes anvertrauen. Als Jesus über sich sagte, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, steht das Wort „Weg“ an erster Stelle. Und wenn wir vor einem Weg stehen und auf ihm nicht gehen, dann können wir nirgendwo ankommen. So bringt auch unser Glaubensweg uns nirgendwohin, wenn wir uns nur bedienen lassen und nicht aufstehen, um zu gehen.
Gott hat jeden von uns mit Gaben ausgestattet, die wir mit der Zeit entdecken können, wenn wir versuchen, sie zu gebrauchen. Dabei spielt es für Gott oft keine Rolle. Er setzt keine Vorgaben fest, wie Du Deine Gaben benutzen musst. Er will Deine Kreativität fördern, weil Er selbst ein kreativer Gott ist. Setze Ihm keine Rahmen ein, sondern lass Ihn Dich auf verrückte, kreative und für die anderen vielleicht „unnormale“ Art gebrauchen. Höre dabei immer auf Gott und nicht auf die Theologen, die über Dein Leben und Deine Dienste bestimmen wollen, denn die meisten von ihnen wollen nur, dass Du auf der Kirchenbank jeden Sonntag sitzen bleibst und nicht zum Diener wirst, sondern ein Konsument bleibst. Dank darüber nach!

PS: Wie Gott mich geführt hat und was Er immer noch in meinem Leben tut, erfährst Du in meinem Online-Vortrag am 31. Mai. Sei unbedingt dabei!!!

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Dez 13

Leben ohne gelebt zu haben

By Viktor | Glaube

Die meisten Menschen in dieser Welt sind zwar vom Anschein her lebendige Wesen, geistlich sind sie aber tot. Man hört aber von ihnen solche Worte, wie: „Man muss das Leben genießen!“ oder, „Man lebt nur einmal!“, dennoch haben sie das echte Leben gar nicht erkannt. Jesus sagte über sich, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Wenn man also Jesus nicht hat, dann hat man auch das Leben nicht. Ist doch eigentlich logisch. Oder?

Nun, leider gibt es auch viele Christen, die zwar fromm aussehen, aber wenn man ihr Leben anschaut, blickt man ins Leere. Warum? Weil sie in ihrem frommen Umfeld nur existieren. Sie machen und befolgen viele Gesetze und Regeln, die sie zwar mit der Bibel belegen können, in denen sie allerdings keine Erfüllung finden. Sie haben oft Probleme mit Humor, Freude, Vertrauen, Entspanntheit…
Für viele Menschen ist Gott ein alter, grimmiger Opa, der von oben runter schaut und guckt, wenn Er bestrafen kann. Nur die, die Ihn wirklich persönlich kennen gelernt haben, wissen, dass Er ein fröhlicher, humorvoller und liebender Gott ist. Er mag überhaupt nicht, dass man Ihn sich so schrecklich vorstellt, als wäre Er irgendein Monster.

So denken manche Leute aus meiner Umgebung, dass mir mein Leben überhaupt kein Spaß macht, weil ich mit ihnen nicht saufen oder andere Dinge tun will, die sie als lustig oder nett finden. Das ist aber überhaupt nicht der Fall. Seitdem Jesus in mein Leben gekommen ist, habe ich viel mehr Freude und Spaß am Leben, als nie zuvor. Ja, ich hatte nur eine Frau im Bett und ich habe noch nie Wodka probiert, aber Freude habe ich mehr als manche Kameraden, die ohne Flasche Bier nicht mal ein Lächeln zeigen können. Sie suchen Spaß, um ihr Leid und Kummer zu lindern, was ihnen aber meistens nicht gelingt. Ich habe Freude und Spaß am Leben, weil Jesus sich um mich kümmert und mich von meinem Leid befreit. Auch in schweren Zeiten ist Er da, um mich zu trösten und mir Mut zu machen. Ohne Jesus ist mein Leben nicht mehr vorstellbar, denn ohne Ihn wäre ich schon längst tot und das nicht nur geistlich.