Tag Archives for " Nachfolge "

Radikal oder fanatisch
Feb 14

Radikal oder fanatisch

By Viktor | Nachfolge

Neulich meldete sich bei mir eine alte Freundin aus der Ukraine, die dringend meine Ermutigung gebraucht hat, weil sie die ganzen widrigen Umstände sehr bedrückt haben. Wir haben über ihren Glauben geredet und sie meinte, dass sie früher sehr fanatisch war und dann irgendwann wurde sie von Gott und christlichem Glauben total enttäuscht, dass sie alles hinter sich gelassen hat und suchte Hilfe für ihre seelischen Nöte bei den Psychologen und anderen Beratern. Aber wie kommt es dazu, dass scheinbar ein treuer Nachfolger plötzlich vom Glauben abfällt?
Meistens liegt es an der Lehre, die in der Gemeinde vertretten wird. So hat meine Freundin eher den Fanatismus gelernt, was mit viel Leistung und „glauben müssen“ verbunden war, aber weniger auf eine Beziehung zu Gott fokussiert. So brennen auch viele anderen Christen aus, die sich dem Glauben verpflichtet fühlen und ihren Glauben eher als Leistung betrachten, weil sie sich dem Herrn verpflichtet fühlen.
Nun, es gibt einen unterschied zwischen einer radikalen Nachfolge und dem Fanatismus. Ich bezeichne mich als radikalen Christen, was weder mit Gewalt noch mit Zwang verbunden ist. Ich treffe im Glauben radikale Entscheidungen, um den Willen meines Vaters zu erfüllen. Und das ist nur möglich, wenn wir eine gesunde Beziehung zu einander haben. Ohne aber den Willen Gottes zu kennen und einfach mit den Buchstaben der Bibel als Grundlage unter Zwang etwas bewirken zu wollen, ist religiöser Fanatismus. Ich stehe nicht unter Druck, weil ich weiß, was Gott mit mir vor hat und weil ich Ihm vollkommen vertrauen kann. Aus der Erfahrung weiß ich, dass Er immer rechtzeitig in meinem Leben handelt und ich nur dafür da bin, damit Er mich als Sein Werkzeug dann gebrauchen kann, wann Er das will. So macht es auch Spaß, meinem Gott unter der Führung Seines Geistes zu dienen, als etwas aus eigener Kraft versuchen, zu bewegen.

Opfer bringen
Jan 10

Opfer bringen?

By Viktor | Allgemein

Als ich vor Silvester mir einige Videos mit prophetischen Worten angeschaut habe, hieß es in einigen von ihnen, dass man bereit sein sollte, Opfer zu bringen. Damit war kein Geldopfer gemeint, das man in der Gemeinde opfern kann, sondern eher persönlicher Opfer. Ja, wir müssen zum Beispiel unsere Lust an der Unterhaltung opfern, um mehr Zeit für die Gemeinschaft mit Gott zu haben. Wir müssen auch unsere sündigen Gewohnheiten opfern, die schon fast zu unserem frommen Leben dazugehören, um mehr Freiheit im Geist zu haben. Wir müssen uns von Dingen und Menschen trennen, die für uns zu Götzen geworden sind, damit wir nur Jesus Christus als einzigen Gott verehren können…. Da könnte ich noch lange aufzählen, was man alles noch opfern könnte, um einfach näher zu Gott zu sein.
Dieses Jahr soll ein sehr bewegendes Jahr sein, aber es wird erst so sein, wenn wir uns bewegen bzw. vom Heiligen Geist bewegen lassen. Es nutzt nichts, auf dem Sofa Bibel TV zu schauen, wie die Missionare in Afrika sich bemühen, denn jeder von uns hat Gaben und Talente, die man hier und jetzt einsetzen kann, um das Reich Gottes zu bauen. Wir werden auch die Macht des Antichristen deutlicher zu spüren bekommen, aber einschüchtern und beängstigen sollte es uns nicht. Wir sollten jede Menschenfurcht ablegen und offen mit Menschen über unseren Glauben sprechen. Unsere Gaben sollten wir nicht nur für uns selbst, sondern für andere Menschen einsetzen, damit Gott sich dadurch verherrlichen kann. Selbst wenn das was Praktisches ist. Wir sollten das lebendige Opfer Gottes sein, ohne dabei fanatisch sein zu müssen.
Alles was wir brauchen, ist die Kraft des Heiligen Geistes, die uns befähigt, die Werke des Herrn zu vollbringen. Alles andere können wir zum Opfer-Alter bringen. Je freier unser Herz ist, desto mehr kann ihn der Geist Gottes erfüllen. Folge Ihm und nicht den Menschen!

losziehen
Aug 30

Losziehen ohne Last

By Viktor | Nachfolge

Seit einigen Monaten habe ich den Eindruck, dass ich meine Sachen sortieren und einpacken muss, weil wir wieder umziehen werden müssen. Sowas hatte ich bei meinen früheren Umzügen (und es waren mehr als 10!) noch nie gehabt. Zudem habe ich auch noch keine andere Wohnung oder Haus in Aussicht, in die wir ziehen sollten und in der aktuellen Wohnung und Wohngegend fühlen wir uns recht wohl.
Nun, mein Gebet nach dem letzten Umzug lautete: „Oh, Herr, mein nächster Umzug soll auf jeden Fall an den Ort sein, wo ich bis zum Rest meines Lieben Dir und den Menschen dienen kann.“ Dass Gott mein Gebet ernst nimmt, habe ich schon oft erfahren und deswegen kann ich jetzt davon ausgehen, dass Er mich für den letzten Umzug in meinem Leben vorbereitet. Da spüre ich auch ganz deutlich, dass ich mich von vielen Dingen trennen muss, die ich nicht unbedingt brauche oder gebrauchen könnte. Es sammelt sich einiges im Laufe der Jahre, was im Keller rumliegt und auf Entrümpelung wartet. So sammelt sich auch in unserem Herzen einiges an Zeug, was wir dringen daraus kriegen sollten. Es könnten schlechte Erinnerungen oder Erfahrungen sein, aber es könnten auch böse Gedanken oder Bitterkeit sein… Da muss sich einfach jeder selbst prüfen und das aus dem Herzen aussortieren, was nicht mehr dahingehört.
Jesus schickte seine ersten Jünger ohne alles los, damit sie das Evangelium überall verkündigen. Es hat ihnen aber nichts gefehlt. So wenn ich mich von allen möglichen Dingen trenne, dann werden sie mir auch nicht fehlen, weil Gott mir alles geben wird, was ich wirklich in meinem Leben brauche. Er weiß auch viel besser, was ich genau in welcher Situation benötige. Sogar das richtige Wort gibt Er mir zur richtigen Zeit.
Nach meinem Einsatz im Hochwassergebiet fiel es mir viel leichter, mein Keller auszuräumen, weil ich mit eigenen Augen gesehen habe, dass alles auf dieser Erde wirklich vergänglich ist und wir nichts behalten können.
Jesus hat uns angeboten, unsere Last zu tragen und sie gegen seine Last zu tauschen, die viel leichter zu tragen ist als unsere. Dann gebe ich Ihm alle meine Last ab und lass mich von Ihm unter Seine leichten Last führen.