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Glauben in der Katastrophe
Aug 02

Glauben in der Katastrophe

By Viktor | Not/Leiden

Unser Land ist geplagt von einer Überschwemmungskatastrophe, die vielen Menschen das Leben oder die Gesundheit kostete. Da hört man von Gottes Strafe oder Gottes Plage, aber ist denn Gott überhaupt daran schuld? Das glaube ich nicht. Der Fürst dieser Welt ist ein Zerstörer und es ist seiner Hände Werk. Er hat die absolute Freiheit, zerstörerisch zu wirken, wenn wir Gott den Rücken kehren. Er kann uns Seinen Willen nicht aufzwingen, weil Er uns den freien Willen gegeben hat. Er kann uns nur beschützen, wenn wir Seinen Willen tun wollen. Sobald wir uns wieder in die Sünde verstricken, ist der Teufel sofort da, um zerstörerisch in unserem Leben zu wirken.
Warum Gott viel Unheil überhaupt zulässt, ist meistens leider ein Geheimnis. Aber Er ist immer bereit, aus dem Unheil zu helfen, zu heilen und zu befreien. Letzte Woche habe ich mit einer Bloggerin telefoniert, die im Katastrophengebiet lebt, und sie erzählte mir, dass Gott sie und ihre Familie bewahrt hat und sie haben die Überschwemmung ohne großen Schaden überstanden. Diese Nachricht hat mich sehr gefreut, obwohl ich sie persönlich noch gar nicht kenne.
Viele Menschen verlieren den Glauben an Gott, wenn sie mit irgendeinem Leid geplagt werden, aber auch ganz viele Menschen finden gerade in der Not den Weg zu Gott, weil sie in ihrer Verzweiflung zu Ihm rufen. Gerade jetzt, in dieser schweren Zeit wirkt Gott dort, wo die Not am größten ist. Ich freue mich, bald in das Überschwemmungsgebiet zu fahren, um dort vor Ort praktisch und geistlich zu dienen. Das wird mir von meinem Arbeitgeber sogar als Arbeitsstunden angerechnet.
Nun, Gott lässt die Not auch deswegen zu, damit Seine Kinder, die stark genug sind, denen dienen können, die geplagt sind. So will ich jeden Ermutigen, sich auf den Weg zu machen, um denen zu helfen, die einen harten Kampf gegen die Naturkatastrophe führen. Gott will Dich und mich gebrauchen, um Menschen auf Ihn und Seine Rettung aufmerksam zu machen.
Bitte unterstütze mich bei meinem Einsatz!

Mai 17

Die Not der Menschenseele

By Viktor | Geistliches Leben

Die Seele eines Menschen scheint ein sehr sensibles und sehr verletzliches Organ zu sein. Menschen mit seelischen Krankheiten gibt’s fast mehr als Menschen mit körperlichen Beschwerden. In die Seele ist es auch ganz schwer reinzuschauen, so dass viele Menschen ihre seelische Not oft hinter einer Maske verbergen.
Neulich erreichte mich eine Nachricht, dass in München sich ein 13-jähriges Mädchen erhängt hat, obwohl man bei ihr gar nichts bemerkt hat. In der Familie gabs eigentlich keine Probleme, mit denen man das Suizid erklären könnte. Aber irgendwas hat dieses Kind dazu gebracht, sich sein Leben zu nehmen. Irgendwas, was tief in der Seele verborgen war.
Dieser Vorfall hat mich an meine Teenager-Zeit erinnert, in der ich oft auch nicht mehr leben wollte, weil ich mich ungeliebt und nicht angenommen gefühlt habe. Ich hatte jedoch schon als Kleinkind große Angst vor dem Tod und hab mich deswegen nicht getraut, mich selbst umzubringen. Erst seitdem ich vor dreißig Jahren Jesus kennen lernte, wurde ich von Suizid-Gedanken ganz befreit. Da versuchte der Teufel, mich dennoch umzubringen, aber mein Gott hat mich immer davor bewahrt. Er hat mir Seine Liebe gezeigt und nur bei Ihm fühlte ich mich angenommen und geborgen. Er begann, meine Seele zu heilen und ist teilweise immer noch dabei. Größere Priorität hat für Ihn aber mein Geist. Denn je stärker mein Geist ist, desto gesünder kann auch meine Seele werden.
Unsere Seele ist voll mit Sehnsüchten, die bei vielen Menschen zu Süchten werden, weil sie nicht gestillt werden. Wenn aber nur Gott meine einzige Sehnsucht ist und mich nur nach Ihm verlangt, dann kann es zu keiner Sucht kommen und der Tod wird keine Macht mehr über mein Leben haben.
Ich muss täglich meinen Geist trainieren und lernen, weniger die Sehnsüchte meiner Seele beachten. Mein Gott sollte meine einzige Sehnsucht sein und nur wenn ich mit Ihm eng verbunden bin, dann stillt Er auch alle andere Sehnsüchte in meinem Herzen.

Aug 28

Was man sonst noch hat

By Viktor | Glaube

Viele Menschen jammern und klagen, weil es ihnen immer wieder etwas fehlt. Manchen fehlt das Geld, manchen an Aufmerksamkeit oder Liebe… Und so versuchen sie ihr Bedarf irgendwie zu stillen. So fangen sie an, zu stehlen, sich zu prostituieren oder andere verkehrte Dinge zu machen, von denen sie versuchen die Befriedigung ihres Mangels zu bekommen. Trotzdem bleiben die meisten weiterhin arm und armselig, weil nichts ihr Mangel stillen kann.
Als Gott den Menschen erschaffen hat, hat Er ihm alles gegeben, was es auf der Erde gab, sodass es ihm an nichts gemangelt hat. Erst durch die Sünde verlor der Mensch alles, weil der Teufel ihm alles geraubt hat.

Als Kind Gottes bekomme ich alles, was der Feind mir gestohlen hat wieder zurück, weil meine Beziehung zu Gott, der ja alles besitzt und dem alle Mächte untertan sind, durch Jesus wieder aufgebaut wurde. Jetzt liegt es an mir, ob ich von dem Besitz Gottes etwas nehme oder nicht.
In der Geschichte vom verlorenen Sohn gibt es zwei Brüder. Einer hat sein Erbe verschwendet und kam mit nichts zurück zum Vater, wie auch die meisten Sünder, die zu Gott kommen. Und der zweite Bruder lebte immer mit seinem Vater und durfte von seinem Reichtum immer für sich etwas nehmen. Das tat lange Zeit nicht und beschwerte sich dann bei ihm, dass er nicht mal mit seinen Freunden feiern könnte. Der Vater meinte aber: „Was meins ist, ist auch deins! Du hättest Dir alles nehmen können.“ So sind auch viele Christen, die ihr Leben lang Gott mit Fleiß dienen, um irgendwann im Himmel eine fette Feier zu haben, anstatt jetzt schon von Ihm zu nehmen, was sie brauchen, weil es auch ihnen gehört.

Nun, um etwas vom Vater zu nehmen, den man nicht sieht, braucht man Glauben und Mut. Den geben uns Gottes Verheißungen, die wir in Anspruch nehmen dürfen. Gott verspricht uns nicht, was Er uns nicht geben kann. Warum denn noch zweifeln, wenn wir als Königskinder die Erben sind und alles, was unserem Vater gehört, auch uns gehört.

Jul 17

Freude, die von Innen kommt

By Viktor | Glaube

Als ich 1993 nach Deutschland kam und zwei Jahre später in einer Gemeinde „Es ist Freude, die von Innen kommt! Freude, die mir niemand nimmt! Herr Du machst mein Leben hell mit dem Licht Deiner Liebe!“ im Lobpreis mitgesungen habe, wunderte ich mich, dass die Gesichter der Geschwister nicht besonders fröhlich ausgesehen haben. Beim Kaffee-Trinken nach dem Gottesdienst haben sich viele über ihre Nöte beklagt, mit denen sie gerade zu kämpfen haben und tauschte ihre Gebetsanliegen aus. Das könnte natürlich der Grund der fehlenden Freude sein, aber das ist auch ein Zeichen des fehlenden Glaubens.
Was hat der Glaube mit der Freude zu tun? Nun, es kommt natürlich darauf an, was und wem man glaubt. Wenn man einer Wahrsagerin glaubt, die sagt, dass man nächste Woche von einem Auto überfahren wird, dann wird man eher traurig. Wenn man aber Jesus glaubt, der sagt: „Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“, dann sollte man sich irgendwie glücklich schätzen und sich freuen können.
Der größten Feinde der Freude Gott in unseren Herzen sind Ängste und Sorgen. Wer in Angst und Sorge lebt, kann Gott nicht vertrauen und deswegen fehlt ihm auch jegliche Freude. Wer aber im Glauben lebt, dass Gott nichts Böses in Seinem Leben zulassen kann, der kanns sich sogar in der Not freuen. Ich weiß das, weil ich das erfahren habe. Ich habe viele Nöte hinter mir, aber sie alle dienen zu meinem Besten.
Als Jesus den Jüngern sagte, dass sie sich freuen sollten, wenn sie verfolgt werden, klingt das so, als würde Er scherzen. Wie kann man sich freuen, wenn einem Schmerzen hinzugefügt werden? Da würde Jesus vielleicht so beantworten: „Alles ist möglich dem, der glaubt!“. Im Glauben ist man in der Lage, sich zu freuen, selbst wenn die Umstände bedrückend sind, weil man sicher sein kann, dass Gott garantiert die Lösung schenken wird.
Lebe im Glauben, lebe in Freude, lebe mit Gott!

Jun 12

Hochsicherheit oder doch ein Risiko?

By Viktor | Glaube

Sicherheit ist etwas, was jeder Mensch für sich beansprucht. Jeder will in Sicherheit leben, ohne dass er vom Krieg, von der Armut, von der Krankheit oder anderem Übel bedroht ist. Deswegen bauen sich Menschen feste Gebäude, die sie verschließen können, sparen sich viel Geld ein und lassen sich regelmäßig beim Arzt untersuchen. Eigentlich ist das alles nicht verkehrt, nur eine vollkommene Sicherheit wird ihnen das auch nicht garantieren. Schon im Alten Testament kann man nachlesen, wie Gott in einem Augenblick die ganzen Königreiche vernichtet hat, weil sie sich gegen Ihn gestellt haben. Da haben ihnen sogar ihre zu der Zeit hochentwickelte Technologien für Wohlstand und Sicherheit nichts gebracht.
Zum Israel sagte Gott: Darum haltet meine Satzungen und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie; so sollt ihr sicher wohnen in eurem Land! Also, Er hat ihnen ein sicheres Leben zugesagt, wenn sie sich an Seine Spielregeln halten. Nur ein Leben ohne Gott könnte für sie zur Bedrohung werden, was auch hin und wieder passiert ist, als sie sich von Ihm abgewandt haben.
Wir leben in einer total unsicheren Welt, die für immer mehr Verwirrung und Angst unter den Erdbewohner sorgt. Wie glücklich kann ich mich dabei schätzen, weil ich als Kind Gottes meine Sicherheit im Herrn genießen darf. Das macht mir auch Mut, etwas zu riskieren, also Schritte im Glauben zu tun, bei denen ich eigentlich nicht weiß, wie es weiter geht, aber total sicher sein kann, dass mein Gott mich zur Not auch auffängt, falls ich in den Abgrund fallen sollte.
Lass Deine menschliche Sicherheit links liegen und habe Mut, Schritte im Glauben  zu tun, die zwar mit Risiko verbunden sind, aber dafür Dich in Deiner geistlichen Entwicklung viel weiter bringen.
Als ich 1996 auf einen Berg geklettert bin, obwohl ich Epilepsie hatte, war mir meine Sicherheit nicht so wichtig. Gott hat mir aber gezeigt, dass Er meine Sicherheit ist, als ich nach dem Anfall auf beiden Beinen oben auf dem Berg stand und nicht tot im Tal lag.  Hätte ich damals nicht den Mut, diesen „unsicheren“ Schritt zu machen, hätte Gottes Sicherheit in so einer krasser Form nicht erlebt.

PS: Noch mehr von meinen wunderbaren Erfahrungen mit Gott berichte ich in meinem Vortrag: