Dienen oder sich bedienen lassen?

Schon seit meiner Bekehrung hatte ich auf dem Herzen, Gott zu dienen. Eigentlich ist es ganz natürliches Verlangen, wenn man den Geist Gottes in sich reinlässt. Nur das Problem war, dass alle „Dienste“ in der Gemeinde bereits besetzt waren und außer die Menschen in meiner Umgebung mit den Worten aus der Bibel anzuquatschen, sah ich keine andere Möglichkeit, Gott zu dienen. Leider hat mir auch niemand am Anfang meines Glaubenslebens geholfen, meine Gaben zu entdecken und sie als Dienst-Werkzeug einzusetzen. Mit anderen Worten, wurde ich zum braven Gottesdienst-Besucher erzogen, der brav seinen Zehnten zahlt.

So läuft es auch in den meisten modernen Gemeinden, die immer um ihre Mitglieder kämpfen. Und viele Christen, die auf der Suche nach Ihrer Bestimmung sind, werden zu Gemeinde-Nomaden und wandern von einer Gemeinde zur anderen, in der Hoffnung, dass sich irgendwo einbringen können oder einfach mehr geistliche Nahrung finde können.
Ich muss auch zugeben, dass ich lange auf der Suche nach meiner Berufung war und viele Dinge ausprobiert habe, bis ich den Weg fand, auf dem mich Gott zu meiner Berufung geführt hat und eigentlich immer noch führt. Mir ist dann irgendwann klar geworden, dass ich ganz klein anfangen und in den kleinen Diensten treu bleiben sollte. Wenn Gott sieht, dass wir im Kleinen treu sind, wird Er uns Großes anvertrauen. Als Jesus über sich sagte, dass Er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, steht das Wort „Weg“ an erster Stelle. Und wenn wir vor einem Weg stehen und auf ihm nicht gehen, dann können wir nirgendwo ankommen. So bringt auch unser Glaubensweg uns nirgendwohin, wenn wir uns nur bedienen lassen und nicht aufstehen, um zu gehen.
Gott hat jeden von uns mit Gaben ausgestattet, die wir mit der Zeit entdecken können, wenn wir versuchen, sie zu gebrauchen. Dabei spielt es für Gott oft keine Rolle. Er setzt keine Vorgaben fest, wie Du Deine Gaben benutzen musst. Er will Deine Kreativität fördern, weil Er selbst ein kreativer Gott ist. Setze Ihm keine Rahmen ein, sondern lass Ihn Dich auf verrückte, kreative und für die anderen vielleicht „unnormale“ Art gebrauchen. Höre dabei immer auf Gott und nicht auf die Theologen, die über Dein Leben und Deine Dienste bestimmen wollen, denn die meisten von ihnen wollen nur, dass Du auf der Kirchenbank jeden Sonntag sitzen bleibst und nicht zum Diener wirst, sondern ein Konsument bleibst. Dank darüber nach!

PS: Wie Gott mich geführt hat und was Er immer noch in meinem Leben tut, erfährst Du in meinem Online-Vortrag am 31. Mai. Sei unbedingt dabei!!!

[media-credit id=“57″ align=“none“ width=“1100″][/media-credit]

Geistlich leben mit dem Geist Gottes

17. Januar 2020

Freut euch allezeit! Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. Den Geist dämpft nicht! Die Weissagung verachtet nicht! Prüft alles, das Gute behaltet! Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!
1. Thessalonicher 5,16-22

Mit anderen Worten: so sollte das geistliche Leben eines Christen aussehen. Oder?
Aber wie sieht es heute praktisch aus? Trifft man noch Christen, die sich allezeit freuen und ohne Unterlass beten? Ich zumindest treffe solche Christen immer seltener. Statt Dankbarkeit höre ich immer mehr Beschwerden, wie schwer das Leben ist und wie blöd die Umstände sind. Der Geist Gottes wurde bereits aus vielen Kirchen verbannt, weil man Angst hat, dämonisch belastet zu werden, wenn man geistliche Gaben praktiziert. Die Weissagung kann man gar nicht mal verachten, weil es sie schon fast nirgendwo gibt. Im Zeitalter der Ökumene nimmt man einfach alles an, was man mit der Mehrheit für gut erklärt, ohne zu prüfen. Das Böse ist besonders durch die Medien in jeglicher Gestalt so präsent, dass man sich schon bemühen muss, um dem zu entkommen.
Also, Du siehst ja, dass wir in einer Zeit leben, in der man wachsamer sein sollte und den Geist Gottes mehr als je zuvor braucht, um das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Der Teufel bringt seine Lügen schön als fromme Geschenke verpackt vorbei und viele nehmen sie sogar mit Freude an, ohne zu prüfen. Das Leben im Glauben darf nicht so oberflächlich sein, wie wir es heute erleben und wovor Jesus auch gewarnt hat. Vielen falschen Christussen ist es nicht mehr so schwer, viele Menschen zu verführen, weil die meisten von Ihnen die Wahrheit (Christus) leugnen und sich ihre eigenen Religionen im Herzen bilden. Das Leben im Glauben ist ein täglicher Prozess, der mit viel Zeit und Disziplin verbunden ist und der ohne die Unterstützung des Heiligen Geistes unmöglich ist.
Lies Dir diese Bibelstelle immer wieder vor und folge den Ratschlägen des Paulus. Möge Gott Dir dabei helfen!