Darf ich fragen?
Okt 18

Darf ich fragen?

By Viktor | Weisheit

Wenn man etwas nicht versteht und Fragen stellt, wird man oft als dumm angesehen. Deswegen haben viele Menschen Angst, zu fragen, wenn sie etwas nicht kapieren. Der menschliche Stolz oder Menschenfurcht wollen es nicht zulassen, dass wir uns vor dem anderen als Dummköpfe „blamieren“. Und nur weil man den Google „anonym“ fragen kann, ist man hinterher nicht unbedingt viel klüger. So müssen wir uns doch lebendige Menschen besuchen, weil nur sie manche unserer Fragen beantworten können. So frage ich zum Beispiel meinen KFZ-Mechaniker, wenn mein Auto komische Geräusche macht, was an ihm kaputt sein könnte. Oder ich frage meinen Hausarzt, wenn ich irgendwo im Körper starke Schmerzen spüre, wo eventuell eine Entzündung sich versteckt.
Aber es gibt Momente im Leben, in denen wir niemanden bei uns haben, den wir fragen können und dann fällt den meisten Menschen ein, dass es noch Gott gibt, der alles wissen könnte und womöglich eine Antwort auf unsere Fragen hat. Die verbreitetste Frage vieler Menschen an Gott lautet: „Warum?“ Man will von Gott wissen, warum Er etwas in unserem Leben zulässt und erwartet, von Ihm zu erfahren wann und wie Er uns die Lösung bestimmter Probleme geben will. Sind wir dann zu unverschämt, wenn wir Gott fragen? Nein, auf keinen Fall. Gott will, dass wir Ihm unsere Fragen stellen, auch wenn Seine Antwort nicht immer sofort kommt. Manchmal sagt Er uns die Antwort ganz leise, so dass wir sie leicht überhören können, aber an Seinem Wirken in unserem Leben merken wir später, was Er uns sagen wollte.
Mein irdischer Vater war von meinen Fragen als Kind oft genervt, weil ich zu viele „dummen“ Fragen stellte. Für ihn waren diese Fragen dumm, weil er schon erwachsener und klüger war als ich. Heute würde ich ihm nicht die gleichen Fragen stellen, weil ich aus eigener Erfahrung bereits viele Antworten weiß.
Gott weiß zwar alles, aber Er weist niemanden ab, der Ihm seine „dummen“ Fragen stellt. Über manche lacht Er vielleicht sogar, aber Er nimmt jeden sehr ernst, der zu Ihm mit seinen Fragen und bitten kommt. Wer fragt, ist neugierig! Und das sollten wir immer vor Gott sein. Wir wollen Ihn und Seine Pläne kennen. Oder?

Okt 11

Alles muss nach Regeln sein?

By Viktor | Freiheit

Ich habe schon lange ein Problem damit, dass viele Christen Gott mit ihren Gesetzen und Regeln einschränken. Je nach Theologie hat jeder seine Vorstellungen, wann man richtig „bekehrt“ ist und wann nicht. Wenn ich zum Beispiel berichte, dass ich kein Bußgebet vorher gesprochen habe als der Heilige Geist mich erfüllte, dann halten mich viele für Unbekehrten. Das stört mich aber nicht, denn ich habe ja seitdem viele Veränderungen an mir feststellen dürfen, durch die ich reiner geworden bin. So habe ich nach der Erfüllung mit dem Heiligen Geist nicht mehr geflucht, was früher meine Gewohnheit war. Ich musste Gott nicht um Vergebung dafür bitte, dass ich geflucht habe, sondern der Geist Gottes befreite mich einfach von dieser Gewohnheit, was für mich auch ein Zeichen Seiner Vergebung ist. Natürlich, wenn der Geist mich ermahnt, weil ich wieder gesündigt habe, dann bekenne ich meine Sünde und bitte Gott um Vergebung. Aber für den ersten Schritt in Seine Arme musste ich nichts tun, außer mich Ihm hinzugeben.
Der Vater des verlorenen Sohnes hat von ihm nicht erwartet, dass er sich zuerst bei ihm entschuldigt, sondern nahm ihn in seine Arme, obwohl der nach Schweinekot gerochen hat. Dann veranstaltete er einen Fest zu seiner Ehre. Ist das nicht herrlich?
Das religiös gewordene Christentum mit all seinen Konfessionen macht Gott Vorschriften, wie Er zu handeln habe. Dafür wird oft die Bibel missbraucht, die sie wortwörtlich verstehen und nicht aus Gottes Mund ausgehend hören. Sie meinen zu wissen, wie Gott wirkt und wie nicht. Deswegen verurteilen sie alles, was in ihre Vorstellungen nicht passt, weil ihre theologische Ausbildung es nicht zulässt.
Gott muss nicht in meinem Leben genauso handeln wie im Leben meiner Geschwister, weil Er mit mir einen andern Plan hat. Deswegen erwarte ich von Ihm nicht, dass er genau das gleiche für mich tut, was er für andere Geschwister getan hat. Ich will Gott durch keine Regeln und Gesetze festbinden, sondern ihm jede Freiheit geben, in meinem Leben so zu wirken und zu handeln, wie Er das will.

Okt 11

Sorget euch nicht!

By Viktor | Versorgung

Warum machen sich die meisten Menschen Sorgen? Weil sie etwas sehen oder hören, was ihnen Angst macht. Wer überall hört, dass eine schlimme Krankheit wütet, der macht sich Sorgen um seine Gesundheit. Wer hört, dass es die Rente nicht sicher ist, der macht sich Sorgen um sein Ruhestand. Da könnte man noch viele andere Sorgen aufzählen, ist aber nicht mein Ziel.
Jesus hat uns auf die Spatzen aufmerksam gemacht, die weder säen noch ernten und trotzdem von Gott versorgt werden. Er wollte damit sagen, dass wir für Gott viel mehr wert sind, als irgendwelche dummen Spatzen, und dass Er für uns gut sorgen wird.
Als Jesus seine Jünger losgeschickt hat, hat Er ihnen befohlen, nichts mitzunehmen. So sind sie mit leeren Händen losmarschiert und kamen nicht verhungert oder in zerrissenen Klamotten zurück. Gott hat für sie unterwegs gesorgt, weil sie für Ihn unterwegs waren. Und das ist der Punkt! Wenn wir Jesus nachfolgen, Ihm dienen, dann brauchen wir uns um nichts Sorgen zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir nie Probleme oder Mangel erleiden müssen, sondern dass wir all den Mangel und all unsere Probleme Gott anvertrauen können, der immer eine wunderbare Lösung für uns hat.
Als Kinder Gottes haben wir die Vollmacht, mit der wir unsere Umstände beeinflussen können. Dafür brauchen wir aber den Glauben, ohne den nichts geht. Ich kann einer Krankheit noch tausendmal befehlen, zu verschwinden, ohne Glauben wird das nicht passieren. Ich kann auch meinem Konto so oft befehlen, sich zu füllen, aber wenn ich auf Gott nicht höre und Er mir deswegen nicht zeigen kann, wo ich das nötige Geld herbekomme, dann ist die Mühe umsonst. Wir sind deswegen besser dran als die Spatzen, weil wir von Gott die Weisheit haben, die wir brauchen, um in Seiner Vollmacht und Autorität zu leben. Wir haben den Heiligen Geist, der uns führt und zeigt, wie wir uns in verschrienen Situationen verhalten sollten. Er ist unser „Sorglospaket“!

Folge Deinem Herzen
Okt 04

Folge Deinem Herzen

By Viktor | Nachfolge

Scorpions haben ein Lied produziert, der heißt „Follow your heart“ (Folge Deinem Herzen“). Da singen sie: Dies ist die Zeit für dich, frei zu sein Du musst deinem Herzen folgen Dies ist die Zeit in Deinem Leben und es ist nie zu spät Um das Licht im Dunkeln zu sehen.“
Ich finde in dem Text bemerkenswert, dass es zuerst erwähnt wird, dass es an der Zeit ist frei zu sein und erst dann sollte man seinem Herzen folgen.
Wann kann ich als Kind Gottes meinem Herzen folgen? Genau, wenn mein Herz frei von der Sünde ist und Gott in ihn hineinsprechen kann. Wenn ich nicht frei bin, brauche ich meinem Herzen nicht zu folgen. Dann komme ich auf dumme Gedanken, die mich zur Fall bringen werden. Wenn ich dem lebendigen Gott folge, der in meinem Herzen wohnt, dann sehe ich immer das Licht im Dunkeln.
Ich kann meinem Herzen folgen, wenn Gott mir ein neues Herz geschenkt hat. Er hat von mir das versteinerte Herz rausgenommen und gab mir ein fleischendes Herz. Was ist das? Das ist ein Herz, das Gott gefallen möchte, das Gottes Wege gehen will, das Gott verherrlichen und Ihm für ewig treu bleiben will. So einem Herzen kann ich folgen, denn dann folge ich nicht mir und meinen eigenen Gedanken und Gefühlen, sondern Gott. Gottes Herz wird jeden Tag mit meinem Herzen immer mehr verschmolzen, wenn ich mich von Seinem Geist leiten lasse.
Weiter im Lied der Scorpions heißt es: „Das Leben bringt mich tief, es bringt mich hoch und nur allein der Himmel weiß es: Dies ist die Zeit für Dich, frei zu sein Du musst deinem Herzen folgen.“
Ja, der Himmel weiß es, dass es die Zeit ist, frei zu sein und Deinem vom Geist Gottes erfülltem Herzen zu folgen. Gott hat einen wunderbaren Plan mit Dir und Deinem Herzen!

nach der Wahl
Sep 27

Nach der Wahl

By Viktor | Nachfolge

Die meisten Bürger Deutschlands haben gestern ihre Stimme für irgendeine Partei abgegeben und jetzt warten wir alle gebannt auf die Wahrergebnisse. Es spielt nun keine Rolle mehr, welche Partei wer gewählt hat, denn es ist passiert. Jeder hat seine eigene Entscheidung getroffen.
Und das ist mein Stichwort für heutigen Post. Wir treffen täglich viele Entscheidungen, von denen nicht jeder optimal oder richtig ist. Deswegen ist es so notwendig, Gott jeden Morgen zu fragen: „Was willst Du für mich heute?“ Denn wenn wir unsere Entscheidungen Seinem Willen anpassen, dann werden wir in allem was wir tun reichlich gesegnet. Wenn wir unseren eigenen Gedanken, unserem Fleisch folgen, kann es uns eventuell schaden.
Länger schlaffen ist zwar keine Sünde, aber wenn ich früher aufstehe, um Zeit mit Gott zu verbringen, dann werde ich hinterher fitter und gestärkter, als wenn ich bis Mittag im Bett wälze.
Ich habe jeden Morgen die Wahl: beginne ich den Tag mit Gottes Segen oder ohne ihn. Wobei der Segen Gottes liegt oft auch in unangenehmen Dingen, was man meistens erst später merkt. Gott lässt ja nichts Sinnloses zu, auch kein Leid oder Misserfolg. Alles dient uns immer zum Besten, wenn wir mit Jesus leben.
Wer sich für ein Leben mit Ihm entschieden hat, der weiß wovon ich rede. Jesus will uns zu Überwindern machen und hilft uns auch die Schwierigkeiten zu ertragen, die Gott in unserem Leben zulässt.
Ich werde letzte Zeit massiv von allen Seiten angegriffen, alles scheint so chaotisch zu laufen, obwohl ich täglich Gemeinschaft mit Gott habe. Da könnte ich leicht verzweifeln, wenn ich nicht früher durch einige Prüfungen durchgegangen wäre. So bin ich für die Angriffe dankbar, weil Gott dann meistens mächtig wirken kann.
Egal, wie die Wahlen ausgehen, egal welche Macht unseren Land beherrschen wird, ich treffe jeden Morgen die Entscheidung, Jesus Christus nachzufolgen und den Willen Gottes zu tun, egal was es koste.

Sep 20

Fürchte Dich nicht!

By Viktor | Angst

Wir leben in der Zeit, in der die Angst den größten Teil unserer Erde beherrscht. Wenn das bloß nur in der Welt so wäre und nicht in den christlichen Gemeinden, in denen keine herzlichen Begrüßungen und Umarmungen mehr stattfinden, weil jeder Angst vor Corona hat. Ich kam mir bekloppt vor, meine Geschwister mit dem Elenbogen oder mit der Faust zu begrüßen.
Bevor Jesus mit den Jüngern sich mit dem Boot auf den Weg machte, wusste Er eigentlich schon, dass der Sturm kommt. Aber er hat die Jünger davor nicht gewarnt und hat für sie keine Rettungswesten vorbereitet, weil Er selbst ihre Sicherheit war. Er war auch der Einzige im Boot, der in Ruhe schlafen konnte, weil Er sich als Einziger auf Seinen Vater verlassen konnte. Jesus wusste, dass Ihm nichts passieren wird, obwohl ein großes Risiko beim heftigen Sturm umzukommen da war. Wir Menschen wollen uns immer absichern, um in der Not nicht unterzukommen, aber diese Absicherungen halten oft gar nicht. Man kann sich gegen Covid impfen lassen und von einem Autounfall sterben, den man wegen Stress und Übermüdung verursacht. So 100% sicher ist das Leben auf dieser Erde eben nicht, aber es ist 100% sicher wenn ich mich nur auf Gott verlasse. Er lässt auch oft zu, dass ich etwas riskieren muss und dass etwas im Leben nicht so gerade läuft, wie ich es gern hätte, aber er tut das nur, um sich dadurch zu verherrlichen. Hätten die Jünger den Sturm nicht, dann müsste Jesus ihn nicht stillen und sie hätten es nicht erkannt, dass ihm sogar die Naturgesetze gehorchen. Wenn ich jemanden heute umarme, habe ich zwar Risiko mit Covid angesteckt zu werden, aber dieses Risiko ist so minimal, weil ich 100%ig sicher bin, dass Jesus mich beschützt. Selbst wenn Er zulassen würde, dass ich angesteckt werde, dann sorgt Er auch für meine Heilung. Das habe ich mit der Epilepsie auch erlebt, auch wenn sie nicht ansteckend war. Er hat sie in meinem Leben zugelassen, um sich dann durch die Heilung zu verherrlichen! Ich liebe es, noch wenigen Christen zu begegnen, die sich von mir umarmen lassen, ohne Angst zu haben, dass ich ihnen dadurch was Schlimmes antun könnte. An der Liebe soll die Welt erkennen, dass wir die Jünger Christi sind. Wie soll das aber gehen, wenn wir uns genauso benehmen wie die verängstigte Welt?

Sep 13

Gottes Gnade

By Viktor | Gnade

Hin und wieder begegne ich den Bußpredigern, die in der Stadt zum Umkehr von der Sünde aufrufen. Mit einigen habe ich mich unterhalten und habe festgestellt, dass sie nicht besonders erfolgreich sind. Sie meinen zwar, dass ihr Wort die Menschen später zum Umkehr bringt, aber sie irren sich. Warum? Weil Umkehr von der Sünde erst NACH einer Begegnung mit Gott und nicht vorher passieren kann. Der Menschen kann keine Sünde in seinem Leben erkennen, weil der Geist es ihm noch nicht offenbart hat.
Für mich gehörte Fluchen zu meiner Muttersprache dazu, denn jeder in meiner Schule und im ganzen Dorf hatte viele Fluchworte in Seinem Wortschatz. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass es eine Sünde ist, dem hätte ich den Vogel gezeigt. Erst nachdem ich den Heiligen Geist empfangen habe, merkte ich, dass Fluchen Sünde ist. Da musste ich mich aber nicht verkrampft beherrschen, um nicht zu fluchen, weil der Geist Gottes mich von dieser blöden Gewohnheit befreit hat. Er hat mich von der Sünde befreit, die ich früher nicht als Sünde erkannt hätte.
Als Jesus die Kranken heilte, sagte Er nicht: „Erst wenn Du nicht mehr sündigst, komm zu mir und ich heile Dich!“ Nein, Er hat die Kranken erst geheilt und dann sagte Er: „Geh, und sündige nicht mehr!“ Dann fiel es dem Geheilten leichter, nicht mehr zu sündigen, weil der Geist Gottes an ihm gewirkt hat und Gott sich ihm in Seiner Kraft offenbart hat. Das ist Gnade!
Niemand muss vorher vor Gott GUT sein, um Seine Gnade zu empfangen. Gott weiß, dass der Mensch in seiner gefallenen Natur böse ist, aber Er hat uns so sehr geliebt, dass Jesus für unsere Boshaftigkeit und Sünde sterben musste, um uns zu erlösen.
Es macht Sinn, Gott darum zu bitten, uns unsere Sünde zu zeigen, die wir noch bereinigen müssen, wenn wir sie als solche nicht erkennen. Aber es macht keinen Sinn aus eigener Kraft zu versuchen, Seine Gnade zu verdienen, um schon „selbstgereinigt“ vor Jesus zu stehen. So macht man Sein Erlösungswerk am Kreuz zunichte. Er will, dass wir zu Ihm kommen, egal wie verdreckt wir sind. Er nimmt uns so an wie wir sind und macht uns durch Sein Blut rein. Und das ist die Gnade Gottes!

Sep 06

Ausharren im Glauben

By Viktor | Geduld , Glaube

Jakobus schreibt in seinem Brief: Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.
Hmm… standhaftes Ausharren? Wofür braucht man das? Richtig! Für schwere Zeiten, die wir noch durchmachen müssen. Ich habe inzwischen viele Anfechtungen hinter mir und jedes Mal habe ich Gottes erlösende Hand erfahren, was meinen Glauben immer stärker gemacht hat. Heute fürchte ich mich vor keinen großen Schwierigkeiten, weil ich einen bewährten Glauben habe, in dem ich so lange ausharren kann, bis Gott mir Seine Lösung schenkt.
Ausharren im Glauben hat nichts mit der Suche nach alternativen Lösungen zu tun, weil man die Probleme schnell gelöst haben will. Vielmehr bedeutet das, sich auf Gottes Führung zu verlassen und Ihm felsenfest zu vertrauen. Er lässt Seine Kinder nie im Stich! Das habe ich in meinem Leben leibhaftig erfahren. Ja, ich musste auf manche Lösung bis zu zehn Jahren warten, aber sie kam dann aus Gottes Hand. Alle andere Versuche, eine schnellere Lösung zu finden, sind gescheitert. Meine Eltern haben viel unternommen, um mich von der Epilepsie zu befreien, aber nichts hat mir die Heilung gebracht. Nur nach zehn Jahren Ausharren im Glauben und Geduld kam die Heilung aus der Hand Gottes. Er hätte mir langes Warten ersparen und mich durch ein Wunder sofort heilen können, aber das hätte kein standhaftes Ausharren in mir bewirkt. Heute kann ich Gott umso mehr vertrauen, weil ich überzeugt bin, dass Er mich niemals im Stich lassen wird. Er erfüllt alles, was Er mir versprochen hat, aber zu Seiner Zeit! Er weiß besser, wann Er meine Probleme idealerweise lösen kann. So sehe ich hinterher, dass in meinem Leben alles wie ein Puzzle zusammenpasst und keine Lücke oder Ungereimtheit entstanden ist. Ausharren im Glauben bedeutet, immer dranbleiben und niemals den Glauben aufzugeben. Das kann ich heute viel besser, als vor 30 Jahren.

losziehen
Aug 30

Losziehen ohne Last

By Viktor | Nachfolge

Seit einigen Monaten habe ich den Eindruck, dass ich meine Sachen sortieren und einpacken muss, weil wir wieder umziehen werden müssen. Sowas hatte ich bei meinen früheren Umzügen (und es waren mehr als 10!) noch nie gehabt. Zudem habe ich auch noch keine andere Wohnung oder Haus in Aussicht, in die wir ziehen sollten und in der aktuellen Wohnung und Wohngegend fühlen wir uns recht wohl.
Nun, mein Gebet nach dem letzten Umzug lautete: „Oh, Herr, mein nächster Umzug soll auf jeden Fall an den Ort sein, wo ich bis zum Rest meines Lieben Dir und den Menschen dienen kann.“ Dass Gott mein Gebet ernst nimmt, habe ich schon oft erfahren und deswegen kann ich jetzt davon ausgehen, dass Er mich für den letzten Umzug in meinem Leben vorbereitet. Da spüre ich auch ganz deutlich, dass ich mich von vielen Dingen trennen muss, die ich nicht unbedingt brauche oder gebrauchen könnte. Es sammelt sich einiges im Laufe der Jahre, was im Keller rumliegt und auf Entrümpelung wartet. So sammelt sich auch in unserem Herzen einiges an Zeug, was wir dringen daraus kriegen sollten. Es könnten schlechte Erinnerungen oder Erfahrungen sein, aber es könnten auch böse Gedanken oder Bitterkeit sein… Da muss sich einfach jeder selbst prüfen und das aus dem Herzen aussortieren, was nicht mehr dahingehört.
Jesus schickte seine ersten Jünger ohne alles los, damit sie das Evangelium überall verkündigen. Es hat ihnen aber nichts gefehlt. So wenn ich mich von allen möglichen Dingen trenne, dann werden sie mir auch nicht fehlen, weil Gott mir alles geben wird, was ich wirklich in meinem Leben brauche. Er weiß auch viel besser, was ich genau in welcher Situation benötige. Sogar das richtige Wort gibt Er mir zur richtigen Zeit.
Nach meinem Einsatz im Hochwassergebiet fiel es mir viel leichter, mein Keller auszuräumen, weil ich mit eigenen Augen gesehen habe, dass alles auf dieser Erde wirklich vergänglich ist und wir nichts behalten können.
Jesus hat uns angeboten, unsere Last zu tragen und sie gegen seine Last zu tauschen, die viel leichter zu tragen ist als unsere. Dann gebe ich Ihm alle meine Last ab und lass mich von Ihm unter Seine leichten Last führen.

Aug 23

Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln

By Viktor | Glaube , Versorgung

Du wirst sicher den Psalm 23 kennen, zu dem schon viel gepredigt und gesagt wurde. Dennoch möchte ich noch ein paar Zeilen zum ersten Vers des Psalms schreiben.
Der beginnt mit Worten „Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.“ Also, wenn der Herr mein Hirte ist, dürfte es uns nichts mangeln. Oder?
Warum aber leiden trotzdem viele Kinder Gottes an irgendeinem Mangel? Stimmt diese Verheißung Gottes etwa nicht?
Nun, die Verheißung Gottes verliert auf keinen Fall ihre Bedeutung, nur weil sie in unserem Leben noch nicht erfüllt wurde. Ich meinem Leben hatte ich oft Mangel an Geld, an Aufmerksamkeit, an Annahme, an Liebe und an vielen anderen Dingen. Aber Gott hat schon viele dieser Mängel beseitigt! Der einzige Mangel, mit dem aktuell noch zu kämpfen habe, ist der finanzieller. Aber um den zu beseitigen gab Gott mir bereits eine Idee, die auch funktionieren wird, weil sie direkt von Ihm war.
Gott lässt den Mangel zu, damit Er ihn selbst auch decken kann. Wenn es mir nichts mangeln würde, dann bräuchte ich meinen guten Hirten nicht zu stören, um Ihn um Hilfe zu bitten. Gott will unsere Sicherheit sein und keine anderen Dinge oder Finanzen. Und ich habe inzwischen diese Sicherheit in meinem Herzen, weil Er mir schon oft gezeigt hat, dass Er jeden Mangel von mir decken kann.
Es liegt auch an uns, ob wir uns entscheiden, an Gottes Verheißung zu glauben und Gottes Handeln zu erwarten, oder ob wir uns mit unserem Mangel abfinden und weiter mit Defiziten leben wollen. Jesus Christus, unser guter Hirte, will uns auf grünen Auen weiden und immer für uns da sein. Und dafür brauchen wir den Glauben und festes Vertrauen zu Ihm. Er wird Seine Kinder niemals im Stich lassen. Das erlebe ich immer wieder und kann das deswegen aus voller Überzeugung sagen.

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